A Travellerspoint blog

Lago Titikaka Nebenamazonasfahrt in Peru/Brasilien/Bolivien

Ueber Puno, Puerto Maldonado, Lago San Vicente, Chivé, Cobija, La Paz und Copacabana

sunny 30 °C

Hallo lieber Leser!
Ich entschuldige mich bei allen, die auf einen weiteren Eintrag gewartet haben. Aus den paar Tagen wurden jetzt 9 Monate! Ich hatte turbulente letzte Wochen in Suedamerika und deshalb habe ich da den letzten Eintrag nicht veroeffentlicht weil ich keine Bilder hochgeladen habe glaube ich.
Naja den Eintrag habe ich da schon geschrieben, nur die Bilder haben gefehlt. Die habe ich jetzt mal hochgeladen.
Ich wohne jetzt seit einem halben Jahr in Berlin und studiere technische Informatik an der TU-Berlin. Gefaellt mir bisher ganz gut eigentlich, auch wenn ich die TU Berlin nicht so toll finde irgendwie.. Evtl. kommt das ja noch ;)
Berlin selber ist jedoch super, die Stadt mag ich sehr gerne auch wenn ich den ein oder anderen aus Koeln vermisse.
Wenn ich mir das hier alles so durchlese bekomme ich riesiges Verlangen, zurueckzugehen nach SA! Naja erstmal muss ich hier mindestens 1.5 Jahre studieren bevor ich ins Ausland kann um weiterzustudieren. Und da habe ich einige Moeglichkeiten. U.a. SA! juhu! ;)
Ich wollte noch meinen Eltern ganz herzlich danken weil ohne euch waer diese Reise nicht moeglich gewesen. VIELEN DANK =)
Danke auch fuer alle Mails die ihr alle mir geschrieben habt. Wenn ihr noch Fragen oder was auch immer habt dann schreibt mir. Am leichtesten ist es, sich hier registrieren und mir dann zu schreiben oder in skype bin ich jo.da.wi oder in icq 1489 65280. meine alte email adresse ist tron666 (a) t-online.de. Da bekomme ich aber ganz ganz viel Spam drauf, ich schau da fast nicht mehr rein.
Ich finds toll dass so viele meinen Blog gelesen haben. Vielen dank an alle also nochmal an alle die mich auf meiner 15000 km (Luftlinie) Reise mit Bus und Boot begleitet haben. Es gab bisher immerhin ueber 33000 page impressions! =)
Das ist also mein letzter Eintrag:
Ich hab beim letzten mal ganz vergessen, euch was ueber Machu Picchu selbst zu erzaehlen! Also Machu Picchu wurde vor ca. 500 Jahren gebaut, is also noch gar nicht so alt und deswegen steht da noch relativ viel. Also Gebaeude, Terassen auf denen Agrarkultur betrieben wurde =), ein Sternbeobachtungshaus (wie heisst das nochmal?) und noch weitere Sachen. Die Spanier haben Machu Picchu niemals gefunden, weil es ja schon relativ abgelegen ist bzw. war. Es gibt mal wieder keine richtigen Absperrungen und man kann ueberall hin, auch in die Gebaeude (die aber schon Ruinen sind). Wen es intressiert sollte http://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchu lesen. Die Bilder sind aussagekraeftiger als Worte =)
Nur ein Beispiel:
l__machu_p..ginning.jpg
Nach dem Machu Picchu Ausflug waren wir dann noch ein paar Tage in Cuzco und haben unter anderem ein langweiliges Inca Fest gesehen. Ich habe jetzt grade zufaellig erfahren dass sogar Bill Gates dabei zugeschaut hat.. Haben ihn jedoch nicht gesehn..
Danach ging es dann weiter nach Puno, eine Stadt auf der peruanischen Seite des Lago Titicaca bzw des Titicaca Sees. Kurze Beschreibung geklaut von http://de.wikipedia.org/wiki/Titicaca-See:
Der Titicacasee (spanisch: Lago Titicaca) ist Südamerikas größter Süßwassersee; mit einer Fläche von 8.288 Quadratkilometern ist er fast 13 Mal so groß wie der Bodensee. Er befindet sich auf dem Altiplano, der Hochebene der Anden; der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche zu Bolivien.
Der Titicacasee ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3810 m über dem Meeresspiegel, ist 194 km lang, 65 km breit und hat eine mittlere Tiefe von 140 bis 180 m, eine maximale Tiefe von 280 m (obwohl einige Einheimische behaupten, er wäre bodenlos). Mehr als 25 Flüsse fließen in den Titicaca See. Es gibt eine Vielzahl großer und kleiner Inseln, von denen einige Relikte der Inka-Kultur beherbergen, z. B. die Isla del Sol.
Eine wichtige Nahrungsquelle für die Bevölkerung am Titicaca-See stellt der Fischreichtum dar.
Zu einer der Attraktionen des Titicacasees gehören die schwimmenden Inseln der Uros. Ursprünglich begannen die Uros schwimmende Inseln zu bauen, um sich zum Beispiel vor den kriegerischen Inkas zu schützen oder zu verbergen. Die Inseln bestehen aus kreuzweise aufgebrachten Lagen aus Totora-Schilf. Immer wenn ein Angriff drohte, wurde die Verankerung gelöst und die Uros zogen sich mit den Inseln auf den See zurück. Das Totora-Schilf ist eine wichtige Lebensgrundlage. Die Boote für den Fischfang und die Matten für den Bau der einfachen Hütten bestehen daraus. Auch in der Ernährung spielt es eine Rolle.
Die Uros sind sehr stolz auf ihre traditionelle Lebensweise und lehnen es strikt ab, auf das Festland überzusiedeln. Allerdings haben sie den Tourismus als Einnahmequelle entdeckt und erlauben heute Besuchern die nachgiebig-schwankenden Inseln zu besuchen, was dazu führt, dass die Ursprünglichkeit leider zuweilen der Anbiederung an Touristen weichen muss. (Ende geklauter Part)
Und Damian und ich sind natuerlich solche Touristen! Also haben wir direkt eine Tour gebucht und frueh morgens ging es los, erstmal zu den schwimmenden Inseln.

Den Einwohner dort geht es im Vergleich zu den meisten Peruanern sehr sehr gut, sie bezahlen keine Steuern, haben Krankenhaus und Schulen und eine feste Einnahmequelle durch den Tourismus. Die meisten sprechen mehrere Sprachen fliessend! Unser Guide kommt aus einem sehr kleinen, abgelegenen Dorf (3 Stunden Bus und dann nochmal 3 Stunden Pferderitt) und er konnte 8 Sprachen fliessend sprechen, inklusive deutsch!
Auf den schwimmenden Inseln zu laufen fuehlt sich komisch an, man sinkt bei jedem Schritt einige Zentimeter ein, aber man bleibt trocken =). Uns wurde dann erklaert, wie das funktioniert mit den Inseln etc. Wenn die Leute da Fussball spielen wollen, dann schippern sie 2 Inseln zusammen und haben quasi ein Stadion. Wenn sie sich streiten dann trennen sie die Insel in 2 Haelften. Es gibt zig Inseln, die ca so aussehen:
l__schwimmende_inseln.jpg
Verdammt jetzt ist der beschissene Internetexplorer abgekackt und ich muss nochmal vieles neuschreiben. Ich denke jeder von euch hat und benutzt Firefox oder? Wenn nicht dann schnell installieren und der Internetexplorer fuer immer vergessen!
Ich probier nochmal alles zu schreiben, diesmal besser (tnx Paula ;))..
Die Eingeborenen probieren einem dann alles moegliche anzudrehen, sehr kommerzialisiert alles.
Danach sind wir auf die Isla Taquile gefahren, dort leben die Eingeborenen (Guide:"3000", Wikipedia: "1600") den wahren Kommunismus! Z.B. sind dort ca. 10 Restaurants fuer Touristen und jede Woche wechselt der Besitzer, das ganze Geld ist fuer die Community. Jeden Sonntag gibt es ein Treffen der Familienoberhaeupter in denen dann alle Probleme besprochen und geloest werden. "Wenn man ein Problem mit einem Eingeboren hat dann hat man es direkt mit 3000 Menschen zu tun" (Guide).
Die "Praesidenten" von der Insel wechseln staendig, jeder verheiratete Mann darf einmal. Es ist jedoch keine Macho Kultur (glaube ich), die "Taquileños" stricken sogar:
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Die Ehepartnerfindung ist fuer uns westliche (von hier aus oestliche) Gewohnheiten sehr komisch:
Jede Frau und jeder Mann hat 3 (?) Bueschel von Stoff mit verschiedenen Farben. Eine Farbe heisst "ich will dich" bzw. "ja", eine heisst "nein" bzw. "ich bin traurig (ich habe keinen Mann)".
Es gibt 3 (?) Tage im Jahr, an denen eine Art Party stattfindet in der die Frau zum Mann kommt und ihm heimlich den Bueschel "ich will dich" zeigt. Daraufhin zeigt der Mann den Bueschel "ich will dich auch" oder "ich will dich nicht" hahaha alles ganz heimlich.
Wenn der Mann dann "ich will dich nicht" zeigt, traegt die Frau am naechsten Tag ihren "ich bin ungluecklich" Bueschel und jeder kann sehen, dass sie keinen Mann hat. Sie muss dann bis zur naechsten Party warten.
Wenn Mann und Frau sich jedoch einig sind dann wird das irgendwann verkuendet und Frau und Mann muessen erstmal ein oder mehrere Jahre zusammen Leben. Wenn das Zusammenleben klappt wird geheiratet, wobei es keine Trennung mehr gibt, es ist ein wahrer Bund fuers Leben. Der Mann muss dann ein Herrscher der Insel werden, aber nur fuer kurze Zeit.
Wenn es nicht klappt beginnt die Prozedur von vorne.
Es kann sein dass nicht alles richtig ist, weil das schon mehrere Wochen her ist und ich das "from scratch" schreibe, ich habe mir dummerweise keine Notizen gemacht. Die Tour ist auf jedenfall empfehlenswert und interessant.
Auf dieser Tour haben wir bzw. ich dann vier hippige Franzosen kennengelernt. Das Problem war, dass sie genausowenig Englisch konnten wie Damian Spanisch kann und sie konnten ausschliesslich genausogut Spanisch wie Damian ausschliesslich Englisch kann, somit war keine direkte Unterhaltung moeglich. Die Atmosphaere war direkt wunderbar, mit und ohne Sprache.. Sie haben uns dann vorgeschlagen mit ihnen in den Amazonas-Dschungel an die Grenze zu Brasilien zu gehen, dort wollte dann eine von ihnen die Grenze zu Bolivien ueber Fluesse ueberqueren. Ich war natuerlich direkt dabei, das ist weitab von der Gringoroute und ziemlich abenteuerlich =)
Das hiess aber auch: 2 Tage Busfahrt und einen ungewissen Ausgang, im Guidebook wird das nicht empfohlen und "es kann bis zu Wochen dauern, bis man ein Boot findet und solange steckt man dann dort fest". Herrlich! ;-)
Damian war nicht so begeistert. Dazu kommt dass es schon seit Wochen kleinere Spannungen gab, die die minderen und unbedeutenden Sachen des Lebens anbetraf haha. Also es war nicht schlimm, aber es ist klar, dass es nach ueber 2-Monaten-24-Stunden-aufeinander-abgehaenge zwischen Damian und mir Probleme geben muss. Streit war meines Erachtens nach immer gegeben wenn ich mich ueber Sachen aufgeregt habe, die der Damian als nicht aufregenswert empfunden hat. Ich sage weder das Damian noch dass ich recht habe, ganz im Gegenteil muss ich grossen Respekt zollen an Damian und mich, dass wir es so lange miteinander ausgehalten haben. Es gibt Leute mit denen ich es keine 2 Minuten aushalte!
Also war der Zeitpunkt des Abschieds gekommen, noch am gleichen Abend bin ich mit den Franzosen nach Juliaca gefahren, um dort einen Direktbus nach Puerto Maldonado (siehe Map am Anfang) zu nehmen. Gab es natuerlich nicht. Also wieder zurueck nach Cuzco (ich sag doch die Stadt hat etwas Magisches und Anziehendes an sich). Dort sind wir dann um 3 Uhr morgens in klirrender Kaelte angekommen. Budgettravelln heisst dann natuerlich, dass man am Busterminal ausharrt bis die Schalter oeffnen. Nach 3 eisigen Stunden haben wir dann erfahren, dass der Bus um 16 Uhr abfaehrt. Prima wenn man nicht geschlafen hat.
Dann kommt mal wieder einer von den Zufaellen: Wir chillen im Delirium auf dem Plaza de armas auf einer Bank als ich auf einmal "JONAS???" hoere. Vor mir steht eine Israelin und nach 10 Sekunden erkenne ich sie: Ich habe sie Ende Dezember in Nord-Kolumbien auf einem Trek kennengelernt! und jetzt ueber ein halbes Jahr spaeter sehe ich sie zufaellig wieder, weil ich zufaellig in Cuzco Zwischenstation machen muss. Krasser Zufall, aber es gab nicht viel zu reden und deswegen weiss ich nicht was fuer eine Bedeutung dieser Zufall hat.
Also irgendwie habe ich es geschafft, bis 16 Uhr durchzuhalten und die ruckelige 16 Stunden Busfahrt nach Puerto Maldonado durchzuschlafen.
Dort angekommen war es wie erwartet: 30 Grad schon frueh morgens, ein riesiger exotischer Markt, keine Touris weit und breit, Einwohner schauen uns komisch an und es ist kein Problem ein billiges Hotel zu finden (naja ok 4 Dollar/Nacht aber is schon ok, dafuer hatten wir einen Ventilator).
Die Plaene waren:
- Wir besuchen einen Schamanen.
- Eine Dschungeltour mit einem Fischermann der sich einigermassen mit dem Dschungel auskennt. Wir bezahlen Sprit, Essen, Trinken und Zeitaufwand.
Danach trennen sich die 3 Franzosen von Juli und mir, sie gehen zurueck nach Lima um nach hause zu fliegen und wir probieren irgendwie mit Booten ueber die bolivianische Grenze zum naechsten Dorf zu kommen, wo es eine Strasse bzw. wo es PKWs gibt (ja, das ist ein Unterschied hier).
Also sind wir erstmal zum Hafen um uns zu informieren. Der erste Kaptain den wir angesprochen haben schien direkt richtig. Er sei ein Guide und koennte mit uns durch den Dschungel und uns alles moegliche zeigen und uns dann an der bolivianischen Grenze absetzen bzw. sogar mit uns ueber die Grenze zum naechsten Dorf fahren, fuer insgesammt 100 Dollar fuer 3 Tage. Alles kein Problem! Von dort aus sei es dann 17 Stunden bis nach la Paz. Wunderbar!
Aber man ist hier in Suedamerika, was sich so gut anhoert hat dann meistens einen Haken. Am Abend stellte sich dann heraus, dass er leider keine Zeit dafuer hat, es tut ihm sehr leid. Also am naechsten Tag wieder zum Hafen, dort kommt er dann angefahren mit einem etwas nuschelnden Typen, der meint er koennte das mit uns machen. Aber wir muessen mehr bezahlen, ca 150 Dollar. 30 Dollar fuer jeden. Kein Problem fuer 3 Tage Dschungel. Der erste Kaptain stellt sich dann wirklich als sehr nett und hilfsbereit heraus, er faehrt mit uns zur Immigration wo wir unsere Ausreisestempel bekommen, wir kaufen zu essen ein, er findet einen Schamanen in der Naehe, eine Sitzung soll in dieser Nacht stattfinden und dann geht es morgens um 7 Uhr los in den Dschungel, 3 Tage Tour und danach auf nach Bolivien.
Um 6 Uhr abends treffen wir uns dann mit dem Kaptain, der uns fahren will. Zelt kann er klarmachen, aber es gibt ein Problem: Man muss Steuern bezahlen um aus Peru mit dem Boot auszureisen und in Bolivien muss man Steuern bezahlen um mit dem Boot reinzukommen. Dann muss man nochmal diese Steuern bezahlen, um wieder zurueck zu kommen. Juli ist direkt verzweifelt, aber wir beschliessen es trotzdem zu probieren und die Grenzleute (fuer eine "Kommision") irgendwie zu ueberreden uns durchzulassen, ohne das zu bezahlen, es waeren ja nur 3 Stunden bis zum naechsten Dorf mit Strasse.
Nach einer komischen "Schamanensitzung" ging es dann direkt um 7 Uhr morgens los. Typische suedamerikanische Probleme: Wir checken ob unser Fischermann alles dabei hat. Die Zelte hat er nicht. Er weiss nicht wo es Zelte gibt, ganz anders als gestern besprochen. Also muessen wir noch Zelte & Schlafsaecke organisieren.. Um 11 Uhr gehts dann nach einigem Stress los.
Aber dann kamen echt eine wunderbare Fluss/Dschungellandschaft alle 500 Meter haben wir ein Krokodil bzw. Kaiman (?) und einen Haufen Schildkroeten gesehen dazu der dichte Dschungel und kein Mensch weit und breit.
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Irgendwann sind wir dann von dem grossen Fluss in einen kleinen Nebenfluss gefahren, der zum Lago Vicente fuehrt.
Wir mussten dann zu einem Militaer/Polizeicheckpunkt mitten im Dschungel:
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Wir wurden absolut freundlich empfangen, die Leute da waren echt ziemlich froh mal wieder Menschen zu sehen, haben uns kalten Refresco spendiert und da unser Fischermann die Angeln verpeilt hat (er war halt echt mh.. ein bisschen dumm?) hab ich gefragt ob sie uns nicht Angeln leihen koennten, wir kommen ja eh bald zurueck (also die anderen). Haben sie direkt sehr gerne gemacht und wir hatten 4 Angelschnuere =) Nach kurzem Gerede ueber das was sie so machen (nichts) ging es dann weiter, wir wollten an einem Strand uebernachten. Aber da wir so spaet losgefahren sind wurde es dann schon dunkel (in Lateinamerika wird es IMMER schon um ca. 18 Uhr dunkel).
Also is natuerlich die Kacke am dampfen weil man nachts im Dunkeln auf dem Fluss nicht fahren kann, dazu kam noch dass der Mond immer etwas spaeter aufgeht. 7 Leute koennen in diesem kleinen Boot auch nicht wirklich schlafen, abgesehen davon dass man alle 5-10 Minuten einen Stich bekommt und den Rest der Zeit damit beschaeftigt ist, Moquitos zu vertreiben. Aber wir hatten mal wieder Glueck und 10 Minuten weiter Flussabwaerts war ein Boot festgemacht und es gab einen kleinen Pfad in den Dschungel. Nach kurzem Taschenlampe-auf-das-Boot-gerichte kam direkt ein ueber-freundlicher Peruaner ans Ufer und meinte wir koennten bei ihm uebernachten, er haette noch ein weiteres Haus. Nach 5 Minuten fahren mit Taschenlampenunterstuetzung waren wir dann an einem weiteren Steg an dessen Ufer erstmal zwei Krokodile/Kaimane gefluechtet sind. Wir haben dann erstmal die Boeschung abgesucht aber es waren keine anderen zu finden. Ich muss dazu sagen, dass es nicht sehr gefaehrlich ist weil echt alle Krokodile/Kaimane fluechten, glaub ich.
Also haben wir alles aus dem Boot ausgeladen und haben eine relativ gut in Schuss gehaltene Holzhuette vorgefunden (alles war ein bisschen vermodert, aber intakt). Wir hatten sogar eine Feuerstelle zum kochen! Automatisch ging es dann, so wie es die Traditionen vorsehen: Die Jungens gehen Holz im Dschungel suchen, die Maedels bereiten das Essen vor. Das war dann schon ziemlich unheimlich, der Mann, dem die Huette gehoerte, meinte wir muessten ziemlich auf Schlangen aufpassen. Didier und ich haben dann lange Stoecke genommen und vor jedem Schritt auf den vollstaendig ueberwachsenen Boden geklopft waehrend der Fischer und der Mann Wasser geholt haben. Nach kurzer Suche haben wir einen toten, trockenen (Trockenzeit) Baum gefunden und ihn mit der Axt gefaellt. Wunderbar! Der Baum war super leicht, irgendwie total zerfressen aber er hat wunderbar gebrannt.
Ich habe mich dann ein bisschen gewundert woher das Wasser kommt (2 Eimer voll mit einem etwas duesterem Wasser) aber die beiden haben uns versichert, dass das absolut trinkbares Wasser ist, also haben wir auch damit gekocht. Das Essen war wunderbar, das Zelteaufbauen nicht (die Huette war zu klein fuer alle). Es ist immer so komisch wenn man keine Elektrizitaet ausser der Taschenlampe hat, der Koerper denkt, dass es super spaet ist. Der Sternenhimmel war voller Sternen und der Sound des Dschungels war genauso wie man es in Dokumentationen hoert bzw. wie man sich das vorstellt: Ein Zirpen, ein Bruellen, ein Rascheln, ein Vogelsound, Wasser und ich weiss nicht was. Aber ich war zu muede um lange zuzuhoeren/zuzuschaun und bin so gegen 12 eingeschlafen.
Am naechsten morgen so gegen halb 6 bin ich augewacht von diesen Geraeschen, nur dass sie diesmal wesentlich lauter, intensiver waren. So unglaublich viele Voegel mit exotischem Gezwitscher! Wir haben den Sound aufgenommen, haben aber die Franzosen, ich hoffe die schicken mir den!
Wir haben uns dann entschieden, in dieser wirklich idealen Huette weiter zu bleiben und den Strand zu "skippen". Die ganze Zeit haben alle Spanisch gesprochen, echt super nett. Ich weiss wie schwer das ist, sich nicht mit der eigenen Sprache zu unterhalten auf Ruecksicht auf nur einen (mich ;)). Aber war ja auch eine Uebung fuer alle =)
Wir sind dann zu einem Dorf gefahren. Absolut abgelegen im Dschungel aber absolut christianisiert und es gab sogar ein kleines Geschaeft in dem ich die wunderbarste Nuss in meinem Leben gegessen habe. Diese Nuesse heissen "Castañas" und sind ein bisschen milchig und schmecken einfach so herrlich! ich hab mir erstmal ein Kilo davon gekauft, sie sind ueberall sehr teuer, selbst hier, wo sie die Castañas ernten kostet das Kilo 2 Euro! Aber dieser Luxus musste sein.
Naja wir haben dann Angelhaken gekauft weil die Piranhas die Schnuere so schnell durchbeissen. Danach ging es dann zu einem "besonders idealen" Ort zum fischen (O-Ton Fischer) wo wir dann erstmal eine halbe Stunde nichts gefangen haben wobei auf dem ganzen Fluss Fische in die Luft gesprungen sind. Nur die Piranhas waren da.
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Und es ist wirklich so wie im Film: Wenn man den Koeder ins Wasser schmeisst spuert man nach 2-10 Sekunden ein Zucken und sieht viele viele kleine Fische, die den Koeder innerhalb von Sekunden auffressen. Wir hatten aber leider grosse Angelhaken und Piranhas sind nicht so gross, deswegen haben wir nichts gefangen. Ich hatte aber einen kleinen Angelhaken gekauft und mit dem hat nach 10 Sekunden in den Fluss halten ein relativ grosser Piranha angebissen.
Vor 2 Jahren sind der Damian und ich oefters mal nachts angeln gewesen und mir war es damals sogar zuviel, den sich bewegenden Wurm auf den Angelhaken aufzuspiessen. Dieses mal habe ich den Fisch ohne zu zoegern mit der Machete gekoepft. Die Zeiten aendern sich =)
Nach 4 weiteren Piranhas waren dann saemtliche kleine Haken abgebissen :( und wir mussten das Angeln nicht sehr erfolgreich beenden. Echt schade..
Dann ging es ans ausweiden und kochen, Piranha mit Reis schmeckt eigentlich ganz gut. Am Nachmittag sind wir dann nochmal raus, vielleicht sieht man ja mal Affen oder so. Und abends sollen unglaublich viele Voegel an einer Insel sein. Wir alle waren aber ziemlich erschoepft und sind mitten auf dem Fluss eingeschlafen. Inklusive der Fischermann! Wir sind dann nach einer Stunde aufgewacht, das Boot im Schilf und sind muehsam wieder auf den Fluss gekommen. Der Fischermann war echt ne Niete hehe
Am Abend waren wir dann bei dieser Insel und es waren echt unglaublich viele, grosse Voegel dort, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Didier hat alles auf Video.
Jo und dann is noch so allerhand kleines passiert, ich will mich und euch nicht damit langweilen, falls ich das nicht schon gemacht habe =)
Also dann ist der Tag des Abschieds gekommen, Juli und ich wollten mit den beiden Peruanern ueber die Grenze, nur eine Stunde weit nach Bolivien rein weil dort das naechste Dorf mit Strassenanschluss lag. Und dafuer wollten wir natuerlich nicht hunderte Euros bezahlen, also war der Plan, den Grenzsoldaten ein bisschen Geld zu geben oder so, damit sie mal fuer 2 Stunden beide Augen zudruecken :P
An der Grenze angekommen wurden wir erstmal sehr nett empfangen, die Soldaten spendeten kalte Sprite und fragten, ob wir nicht was von ihren Vorraeten kochen wollen/koennen!
Das war natuerlich sehr nett und so, aber die Peruaner wollten vor Sonnenuntergang wieder im Hafen sein und wir wollten auch weiter. Die Soldaten sagten uns, dass es evtl. noch auf der peruanischen Seite moeglich ist, aber die Bolivianer wollten auf jedenfall Geld sehen, die "normale" Steuer (50 Dollar oder so). "Andere Boote, die die Grenze passieren, kommen leider nur alle 2-3 Tage. Aber wenn ihr wollt koennt ihr gerne hier bei uns solange warten". Was macht man da? Die Reise ueber den Landweg nach La Paz wuerde auch so 3-4 Tage dauern. (Ueber Puerto Maldonado, Cuzco, Puno und Copacabana). Waehrend wir noch ueberlegten klopfte es an der Tuer und zwei nette Peruaner wollten die Grenze ueberqueren um ein bolivianisch/amerikanisches Forscherteam abzuholen!! Mal wieder unglaubliches Glueck..
Die beiden nahmen uns dann sogar umsonst mit (das WWF hat quasi fuer uns bezahlt ;)) und an der bolivianischen Seite wurde es dann wirklich anders: Es war heisser und es gab mehr Moquitos. Vielleicht nur Zufall aber defintiv spuerbar. Wir haben uns dann mit beiden unterhalten, echt super intressant was sie machen: Tiere beobachten, in den Dschungel gehen, Kameras installieren, unbekannte Arten entdecken, Tiere schuetzen etc.etc. Wenn ich Informatik nicht so moegen wuerde, waere das auf jedenfall die Alternative.
Nach einer Stunde oder so kamen wir dann an einen Strand mit Steg. Angekommen in Chivé.
Es gab sogar mehr Haeuser als ich gedacht habe. Es gab keinen "Plaza de Armas": Im Mittelpunkt des Dorfes war ein, fast europaeischen Standarts entsprechender, Fussballplatz!
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Ein Zimmer war schnell gefunden und auf die Nachfrage: "Fahren von hieraus Busse nach Cobija?" wurde stolz geantwortet: "Ja! jeden Tag um 8 Uhr morgens!".
Ach so und wenn wir wirklich nach Cobija wollten dann muessen wir gaaanz puenktlich sein, weil sonst ist der Bus weg!
Wunderbar! Und nur 4 Stunden, es lief alles reibungsloser als gedacht. Da wir aber immer noch keine Information hatten, wie lange es von Cobija bis nach La Paz (Hauptstadt Boliviens) ist, fragten wir alle moeglichen Leute im Dorf. Es gab Auskuenfte von 3 Tagen bis "Bis nach La Paz? aaaalso, das ist ein weiter Weg! Es dauert mit dem Bus 4 Tage und 4 Naechte! Also insgesamt 8 Tage!" (Zimmervermieterin)
Nach dieser Auskunft sah ich keinen Sinn mehr, weiterzufragen.
Der Dorfsheriff persoenlich kam dann zu uns und brachte uns in sein Holzhuetten-Buero, wo wir uns registrieren mussten. Es gab aber keinen Einreisestempel, den wuerden wir in Cobija in der Immigration ohne Probleme bekommen. Ausschnitt aus dem Gespraech:
Ich: "Wieviele Einwohner hat Chivé?"
Sherif: "Viele.. so ungefaehr 30 Familien!"
...
Ich: "Kommen viele Touristen hierhin?"
Sherif: "Oja, viele! vor 2 Wochen erst waren Amerikaner hier!"
Also man merkt, hier wird mit anderen Einheiten gemessen.
Wir haben dann noch lecker gegessen (40 Eurocent fuer ein Glas Saft, Reis, Huehnchenschenkel und Platano!).
Als es dunkel wurde merkten wir, dass es keine Elektrizitaet gab, nur das "Restaurant" hatte einen Generator und Fernseher. Das ganze Dorf kam um Fernsehn zu schaun, es liefen schreckliche Telenovelas, in Deutschland kann man sich davon keine Vorstellung machen, was wirklich kitschig und falsch und schlecht ist ;-). Naja war auf jedenfall ganz lustig, das ganze Dorf fiebert mit ob Juan die boese,reiche Virginia zum Ball einlaed oder ob er die arme aber gute Esmeralda letztendlich doch vorzieht und dann heiratet!
Als wir etwas gehirngewaschen unter dem Dach (das Restaurant hatte keine Waende) hervorgetreten sind musste ich erstmal stehenbleiben.. Ich habe noch nie einen solchen Sternenhimmel gesehn so unendlich riesig mit so unendlich vielen Sternen, unglaublich! Dazu der Dschungelsound. Super!
Ich hatte zum Glueck eine Taschenlampe dabei und so fanden wir dann zwischen den ganzen wilden Hunden sicher in unsere Herberge zurueck. Ich habe gedacht, dass es eine Dusche geben wuerde (hatten wir ja seit 4 Tagen nicht). Falschgedacht. Es gab nur einen Brunnen weiter unten. Dort sind wir hingegangen und haben uns notduerftig gewachen. Nach dem Aufstieg waren wir aber so verschwitzt wie vorher =)
Nach fast wunderbarem Schlaf (ich wurde aufgeweckt dadurch, dass jemand durch die Ritzen des Zimmers geschaut hat, und ich hatte das nachts immerwiederkehrende Gefuehl bzw. den Traum, auf dem Wasser zu sein, das Bett ist das Boot) haben wir dann natuerlich auch verschlafen und sind um halb 9 aufgewacht. Schnell alles zusammengepackt und zur "Strasse" gerannt. Der Bus stand immernoch da, wir sind in Suedamerika. Nach einer halben Stunde gings dann los, nach 4 Stunden Dschungelfahrt mit diesen Flussueberquerungen:
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Unten gehts weiter mit dem Eintrag:

Posted by cosmocrat 09:44 Archived in Bolivia Tagged backpacking Comments (0)

Das Ende ;)

Ueber La Paz, Oruru, Uyuni, San Pedro de Atacama und Santiago de Chile

all seasons in one day -17 °C

Dann sind wir dann auf einmal zur Zivilisation gekommen! Es gab Strom und sogar Satelliteninternet!! Im Hotel gab es eine Dusche!
Am Busterminal wurde das Geheimnis der Busreise dann geklaert: 48 Stunden. Also immerhin weniger als wir erwartet haben.. (Zum Vergleich: das Flugzeug braucht 1.5 Stunden, kostet aber ca. 50 Euro mehr!)
Am naechsten Tag sollte es direkt losgehen..
Wir sind dann so um 12 eingeschlafen und wurden um 3 Uhr morgens von lautem Frauenschreien geweckt. Im Nebenzimmer, das nur durch eine Milchglasscheibe getrennt war sah man schemenhaft einen grossen Mann eine kleine Frau schlagen. Er schrie: "Du bist eine Hure!!" und sie schrie: "Lass mich wie ich bin!!". Und sie schlug ihn auch.
Was macht man da? Ich meine das hier ist nicht Deutschland, der Typ kann bewaffnet sein und alles.. wir haben dann eine Stunde zugehoert, es war aber nicht soo schlimm und klang nicht mehr so lebensbedrohlich wie am Anfang, auch wenn sich beide geschlagen haben (vor allem aber der Mann die Frau). Um 7 Uhr haben wir dann das Hotel verlassen und genau in dem Moment ist ein ca. 25 jaehriger 2 Meter Mann aus dem Streithotelzimmer gekommen. Das war der groesste nicht-gingo den ich je gesehen habe! Gute Entscheidung da nicht rein zu gehen. (Wenn es wirklich schlimm geworden waere, haetten wir die Polizei gerufen).
Ich sah der Busfahrt nicht froh entgegen, 48 Stunden und wer weiss wann die Strasse alphaltiert wird. Ausserdem hat uns ein freundlicher Bolivianer noch am Morgen gesagt, dass er immer nach La Paz fliegen wuerde, weil er die Aussicht in den Abgrund nicht aushalten koennte, und es wuerde viele Ungluecke geben. Toll!
naja aber die Strasse war dann ganz suave und der Dschungel bonito, die Flussueberquerungen abwechslungsreich (am ersten Tag waren es ca. 4). Man musste den Bus bei der Flussueberquerung verlassen weil es drohte imemr, dass der Bus ins Wasser stuerzt ;-)
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-- und hier endetdas was ich in SA geschrieben habe. Schade dass ich besitmmt vieles vergessen habe! An den Rest erinnere ich mich heute so:

Es war so extrem rucklig, man kann sich das gar nicht vorstellen! Ich war echt froh, als wir manchmal 5 Minuten relativ ruhig gefahren sind. dann bin ich immer direkt eingeschlafen und den Rest der Fahrt haben wir in einem Daemmerzustand verbracht. Manchmal wenn es zu daemmrig war und man nicht aufgepasst hat ist man mit dem Kopf gegen die Decke geknallt. So tief waren die Schlagloecher ;P.
Als wir dann nach ca 30 Stunden in die Anden gekommen sind kam eine grosse Todesangst dazu. Jeder der schonmal die 'Strasse des Todes' (so heisst sie wirklich) gefahren ist wird nachvollziehen was ich meine. Nach 46 Stunden 'Busfahrt' sind wir dann morgens ziemlich erschoepft in La Paz angekommen, es hat geschneit und war unter null Grad. Von 30 Grad Dschungeltemperatur auf 200-300 Metern Hoehe auf 3600 Meter Hoehe und Minusgrade ist nicht gerade so angenehm. Auf jedenfall haben wir ein billiges und nettes Hostel gefunden (El Carretero glaub ich) und haben erstmal geschlafen.
Wir haben dann glaube ich ein bisschen die Stadt erkundet, eine Grossstadt die unglaublich hoch in einem Kessel im Altiplano liegt:
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Ich glaub so zwischen 3500 und 4000 Metern. Das Altiplano ist eine Hochebene in den Anden, ich stelle es mir schrecklich vor, dort zu wohnen:
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Tags darauf sind wir nochmal zum Lago Titikaka, diesmal von der bolivianischen Seite. War wieder sehr schoen. Ein magischer Ort! Wir waren da auf der Isla del Sol von der die Indianer dort glauben dass sie die Geburtsstaette der Sonne ist. Leider hatten wir schlechtes Wetter!
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Am naechsten Tag gings dann zurueck nach La Paz, dort habe ich mich von der Franzoesin verabschieded, das war sehr traurig weil wir so viel zusammen erlebt hatten. Aber sie hat mich dann nochmal in Koeln besucht =)
Wieder mit mir alleine hab ich La Paz richtig erkundet. Schrecklich viel Armut und Gegensaetze. Dreckig und Schoen zugleich. Und anstrenged. Auf dem Altiplano gibts jede Woche einen Markt (El Alto), den man sich nicht entgehen lassen sollte! Da werden von absolutem Schrott, verstaubte 286 mainboards, die ganz offensichtlich nicht mehr funktionieren, ueber abgefahren Autoreifen und Auspueffe bis hin zu Waffen und Kleidung alles verkauft, was man sich vorstellen und nicht vorstellen kann.
Dann gibt es ca ne halbe Stunde vom Stadtkern entfernt das "valle de la luna". Das ist eine ganz merkwuerdige Mondlandschaft:
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War ganz schoen da und die Fuehrerin war sehr nett.
Zufaellig war der Damian auch in der Stadt!
Bevor ich das wusste habe ich erstmal eine Fahrradtour auf der "gefaehrlichsten Strasse der Welt" gemacht. Diese geht von der asphaltierten Calle de la Muerte auf 4700 Metern Hoehe bis auf 1750Metern Hoehe. Und das die ganze Zeit bergab! Nach ca 5 Kilometern geht es dann ab von der mo(r)derneren Strasse auf die alte Todesstrasse ;-)
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Man sieht ziemlich viele Busse und Autos in den Abgruenden neben der Strasse. Fuer diese kam jede Hilfe zu spaet.
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Es war so wunderschoen da. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass man die ganze Vielfalt der Landschaft sieht. Man faehrt von vereisten Bergspitzen bis in den Dschungel. Und sehr gefaehrlich ist es eigentlich nur wenn man sehr schnell faehrt. Sonst ist es nicht so gefaehrlich eigentlich.
Schade dass ich nur wenige Fotos habe, irgendwie haben die Leude mir die CD falsch gebrannt und es sind nur 20 Fotos oder so richtig gebrannt worden :((
Der absolute Horror war aber der Weg zurueck: Man wird dann unten von einem Bus abgeholt und muss die moderne Todesstrasse damit nochmal hochfahren um wieder nach La Paz zu kommen. Es war inzwischen dunkel und der alte Fahrer war muede und absolut lebensmuede. Es gab wirklich Sicht von ca 5 Metern und wir sind mit ca 100km/h da hochgeduest.. Ich 2 Stunden lang gedacht dass wir gleich abstuerzen. Dass nichts passiert ist ist echt ein Wunder.. Das war mit dem Unternehmen 'el solario'. Ich fande die Guides sehr nett und alles.. Aber diese Fahrt zurueck werde ich mein Leben nicht vergessen. Es war echt schrecklich!
Ich traf mich dann mit Damian. Der hatte zwischenzeitlich einen Horror Krankheitsanfall ueberstanden und eine Tour durch die Uyuni Wueste gemacht. Ausserdem trafen wir einen Schweizer, den wir in Bogota kennengelernt haben.
Wir haben dann noch allerhand nicht erwaehnenswerte Sachen gemacht den Rest hab ich vergessen ;)
Ich hab mich dann nach ner Woche von beiden getrennt und bin zur Wueste Uyuni gefahren. Auf der horror kalten Busfahrt (u.a. dicker Eisbelag auf den Innenseiten der Scheiben) habe ich dann wieder Franzosen kennengelernt mit denen ich dann morgens eine Tour durch die Wueste organisiert habe.
Die Wueste heisst Atacama afaik ;) und sie ist die trockenste der Welt. Sie liegt im Laenderdreieck Bolivien/Peru/Chile. Ich wollte sie durchqueren um nach Chile zu kommen und von San Pedro de Atacama nach Santiago de Chile zu kommen um dort meinen Flug zu nehmen. Der Ort von dem man auf bolivianischer Seite aufbricht heisst glaube ich Oruro oder so. Ein sehr komischer Ort, so wie in Western Filmen. Alle leben vom Tourismus und den Touristen gehts meistens nicht so gut wegen der Hoehe und dem Wetter (tagsueber gefuehlte 20 grad in der sonne und nachts gefuehlte -20).
Und in diesem komischen Dorf ist der Damian so krank gewesen. Der Arme!
Naja wir sind dann morgens los und aus dieser Zweck-Reise wurde echt ein super schoener Trip! Mit dem Jeep gings zuerst an einem Lokomotivenfriedhof vorbei, an dem viele Museen ihr Freude haetten:
PDR_0030.jpg
Dann kamen wir auf einmal zu einer riesigen Salzwueste, 5 Meter drick liegt hier Salz. Und weit und breit kein einziges Lebenwesen..
PDR_0037.jpg
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In der Mitte des ehemaligen Salzsees ist dann eine unwirkliche Kaktusinsel, echt beeindruckend und mysterioes fand ich das =)
PDR_00501.jpg
Man kann einige Scherze in dieser Wueste machen, so wie diesen hier:
ich_hab_di..haenden.jpg
Wir haben noch viel mehr solche Fotos gemacht aber die hab ich irgendwie nicht zugeschickt bekommen. Aergerlich!
Wir haben dann in einem Hotel geschlafen, das komplett aus Salzbloecken errichtet worden war. Das war nachts gar nicht mal soo kalt! =) Ich hatte glaube ich 3 Decken und einen Schlafsack ;)
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Am naechsten Tag sind wir dann zu irgendwelchen Seen mit Flamingos gekommen, irgendwie war das alles so unwirklich:
PDR_0069.jpg
uyuni_tour_2.jpg
nach einer weiteren Nacht kamen wir dann zu Gaisieren aus denen Gase in die Luft schossen, und dieses ewige Pfeifen werde ich wohl auch nicht vergessen.. So eine unwirkliche Landschaft!

Danach kamen wir zu Termalquellen. Ich bin natuerlich sofort baden gegangen, es war so kalt dass meine Haare gefroren sind waehrend ich gebaded habe ;) Meine Badehose ist auf dem Weg von der Quelle zum Auto hartgefroren haha..
Naja war auf jedenfall sehr schoen das Ganze. Bin dann ohne Probleme ueber die Grenze gekommen und als ich in Chile war konnte ich die Leute auf einmal nicht mehr verstehen. Die sprechen echt anderes Spanisch als der Rest.. Die Kommunikation ging aber dann doch irgendwie =)
Ich habe dann noch ne Fahrradtour in San Pedro gemacht, war relativ schoen alles, aber ich hatte echt keine Lust mehr auf duenne Luft und Wueste und lebensfeindliche Umgebung:
PDR_0105.jpg
obwohl San Pedro eine Oase ist. Bin dann schnell die 1000 Kilometer auf einer guten Strasse in einem klimatisierten, normalen Bus nach Santiago de Chile gefahren. Habe die ganze Zeit durchgeschlafen.
Von dort aus bin ich nach Madrid und dann nach Koeln geflogen. Dort wurde ich dann sehr sehr cool und nett empfangen, ich habe es dann echt genossen wieder zu hause zu sein!
Aber ich bin quasi direkt im Anschluss nach Berlin gezogen und hier wohne ich bis jetzt ;)

Also das war mein letzter Eintrag meiner Mittel und Suedamerikareise.. Ich werde evtl. noch ein paar fFotos hier einfuegen und die Gallery auf einen anderen Server machen.
Ich will auf jedenfall zurueck, am liebsten nach Kolumbien. Ich kann jedem empfehlen, etwas in der Art zu machen =)
Meinen naechsten Trip nach Asien plane ich gerade, ich werde dann nochmal einen Blog machen, weil ich gesehen habe dass es sich viele durchlesen oder anschauen. Den Link werde ich dann hier veroeffentlichen.

Ich danke euch vielmals fuer euer Interesse! =)

Liebe Gruesse an alle aus Berlin,

Euer Jonas

PS: das ist die Reise die ich empfehlen kann ;) :

Posted by cosmocrat 08:43 Archived in Chile Tagged backpacking Comments (0)

Die alternative alternativ-Route zum Machu Picchu

Ueber Cuzco, Santa Maria, Santa Teresa, Hidroelectra und Aguas Caliente

sunny 20 °C
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Hallo Leude! =)
ich habe mich mal wieder lange nicht gemeldet, weil einiges "dazwischengekommen" ist!
Ich bin inzwischen in La Paz, in Bolivien. Es gibt ziemlich viele Sachen zu erzaehlen, einiges hab ich vermutlich schon vergessen :( Ich hab jetzt erstmal den Blogeintrag von Machu Picchu fertig gemacht, weitere folgen in den naechsten Tagen. Es tut mir leid wenn ich Mails nicht beantworte, aber ich hatte in letzter Zeit entweder kein Internet zur Verfuegung oder ich war zu muede um zu schreiben. Alle die es intressiert wissen jetzt wenigstens was ich mache, ohne dass ich alles in einzelnen Mails schreiben muss =)
Hier erstmal Machu Picchu (einige Sachen weggelassen):

Also: ich war noch ein paar Tage krank, doch wegen dem Wundermittel Antibiotika hab ich meinen Durchfall ueberstanden. "Hospedaje Inca" war das Hotel in dem wir fuer meine Krankzeit waren, und das kann ich nur empfehlen: Man kann ueber die Stadt sehen, es gibt Fruehstueck und die Rezeptionsmenschen sind sehr nett. Einzig der Preis is ziemlich hoch, 5 Euro pro Person!
Cusco hat irgendwas Magisches an sich, wir konnten die Stadt irgendwie nicht so einfach verlassen, wer da war kann das vielleicht nachvollziehen...
Wir haben uns einige Routen zum Machu Picchu angeschaut und aus notorischem Geldmangel die guenstigste und unbekannteste genommen. Cuzco - Santa Maria - Santa Teresa - Hidroelectra mit Bus/Pickup und dann ueber die Schienen 2-3 Stunden laufen.. Kann man locker in unter 24 Stunden machen.
Wir haben uns ein bisschen Proviant gekauft und sind mit 2 Peruanern, die in Schweden wohnen, los.
Nach einer wirklich beaengstigenden Strasse, die sich noch im Bau befindet, sind wir um 4 Uhr Morgens in Santa Maria angekommen, wo wir nach einer Stunde einen Minivan nach Santa Teresa anhalten konnten. Dort sind wir auf dem Dach mitgefahren.. Und das war noch schlimmer als die Fahrt davor: Man sieht vom Dach aus nur den Abgrund und ca. einen Kilometer tiefer einen Fluss..
Den ganzen Weg ueber sind waghalsige Kinder auf den Wagen gesprungen, sie mussten zur Schule und wollten ihren morgendlichen 2-3 Stunden Schulweg(!!!) ein bisschen abkuerzen.....
Naja nach ca einer Stunde oder so sind wir dann im Morgengrauen heil in Santa Teresa angekommen. Dort gibt ungefaehr eine Stunde Fussmarsch entfernt herrliche Thermalquellen, die man wirklich besuchen sollte. Man hat einen wunderbaren Blick und das Wasser ist genau richtig warm..
In Santa Teresa haben wir dann eine Art Taxi genommen, um nach Hidroelectra zu kommen. Dort fangen die Bahnschienen an, die ueber Aguas Caliente bis nach Cuzco fuehren.
Bis nach Aguascaliente sind wir dann ca. 3 Stunden einen relativ schoenen Weg auf den Schienen gelaufen:
schoene_la..t_fluss.jpg
wir_auf_de.._picchu.jpg
In Aguas Caliente sind wir von einem Hosteltypen empfangen worden, der 10 Soles pro Person pro nacht wollte. Also fuer die, die das auch so billig wie wir machen wollen, hier nochmal die Route:

-In Cuzco, Busterminal nach Quillabamba einen Bus nach Santa Maria nehmen, die fahren 8 Uhr abends ab: 15 Soles (4 Euro)
-In Santa Maria auf einen Collectivo nach Santa Teresa warten: 5-8 Soles (2 Euro)
-In Santa Teresa fruehstuecken (4 Soles, 1 Euro), zu den Termalquellen (5 Soles, 1,3 Euro) Mittagessen (4 Soles, 1 Euro) und dann ein Collectivo oder ein Taxi nach Hidroelectra nehmen. (3-5 Soles, 1 Euro)
-In Hidroelectra werden eure Namen aufgeschrieben, nehmt besser eine Kopie vom Ausweis oder den Ausweis selbst mit. Von dort gehts dann locker durch den Highlandjungle ca 2-3 Stunden immer den Bahnscheinen endlang, bis Aguas Caliente.

Die Bahnfahrt hin und zurueck kostet ca 70-80 Dollar, diese alternative Route (ca 15-20 Stunden) kostet mit Essen ca 20-30 Euro hin & zurueck. In Aguas Caliente kann man auch fuer 2.5 Euro uebernachten!
Nur ein bisschen Spanisch sollte man koennen, dann ist alles direkt billiger =)
Ach ja der Rueckweg is ein bisschen teurer, nicht viel.

Also, in Aguas Calientes angekommen haben wir erstmal Karten fuer Machu Picchu geholt (30 Euro!!!) und sind direkt schlafen gegangen, nach einem schrecklichen Essen fuer 1.5 Euro =)
Um 5 Uhr morgens gings dann hoch zum Machu Picchu, ein ca 1-1.5 Stunden Aufstieg. Oben gab es dann eine kleine Schlange, um halb 7 Uhr morgens! naja wir waren dann ca eine Stunde vor Sonnenaufgang da und zufaelligerweise hat genau an diesem Tag, 21. Juni (Wintersonnenwende) das neue Inca-Jahr angefangen.
Hier erstmal das typische Machu Picchu Ankunfts Photo:
typisches_..hu_foto.jpg
Durch ´Neujahr´ waren noch mehr Menschen da als sonst (mehr ´Locals´), die alle darauf gewartet haben, dass die Sonne aufgeht, damit die Sonne ein Jaguarauge beleuchtet und in eiinem bestimmten Winkel durch 3 Fenster faellt usw.
die_sonne_.._picchu.jpg
Kurz vor Sonnenaufgang gab es dann eine Energie/Sonnenzeremonie, eigentlich ganz belustigend.
Hier is dann noch das Auge des Jaguars, wunderschoen zu sehen!
das_neue_i..hr_auge.jpg
Wir sind dann einige Zeit in den Ruinen rumgegangen und wollte dann den Waynapicchu besteigen, das ist der Berg, den man immer im Hintergrund vom Machu Picchu sieht, sehr sehr steiler und anstrengender Aufstieg! Aber nach einer Stunde wurden wir dann mit einem dem besten Ausblicke ueberhaupt belohnt!

Es ist unglaublich, wie man ueberhaupt auf die Idee kommen kann, den Waynapicchu zu besteigen geschweige denn irgendetwas dort oben zu bauen! Wieviele Menschen muessen dabei gestorben sein..
Hier nochmal ein Ausblicksfoto von oben auf den Machu Picchu:
machu_picchu_von_oben.jpg
Ich muss gestehen, ich hatte ein bisschen Hoehenangst! Vor allem weil eben ueberhaupt nichts gesichert ist! Damian hatte das ueberhaupt nicht und ist flink und munter ueberall herumgeturnt..
Wir sind dann ein bisschen von dem Gipfel weg zu so Terassen. Ich hatte auf der letzten Terasse echt Angst, in den ca 500 Meter tiefen Abgrund zu fallen.
Und dann waere es fast passiert: Damian ist nach mir runtergekommen und eine Stufe hat sich geloest. Damian ist zum Glueck auf beiden Beinen aufgekommen, ca 20 cm vor dem Abgrund und konnte sich halten. Der 21. Juni 2007 ist fast Damians Todes Datum. Ich hatte auf jedenfall einen guten Schock.
Man muss halt echt vorsichtig da sein, da ist nix mit alles geschuetzt und Idiotensicher, man kann leicht abstuerzen wenn man sich ein bisschen ausserhalb des Touristenpfades befindet.
Das ist die Stufe die sich geloest hat:
damians_fast_tod.jpg
Wir haben usn dann erstmal ein bisschen ausgeruht und den Ausblick genossen und sind zurueck zum Machu Picchu und zurueck nach Aguas Caliente, hat sich auf jedenfall gelohnt, es ist viel Geld aber es ist wunderbar und mystisch und beeindruckend!
Schaut euch die Fotos an, dazu gibt es nicht viel zu sagen. (Ich lade sie auf die Gallery hoch, sobald ich kann)
Auf dem Rueckweg war dann das Busticket von Santa Maria nach Cuzco viel teurer, weil dort am 24. Juni eine Inca Party war. Wir wollten natuerlich diesen Preis nicht bezahlen (10 Euro) und haben auf einen LKW gewartet, der uns evtl mitnehmen kann, hinten drauf.
Uns war nicht klar was das fuer ein Weg werden wuerde.
Um 20:00 sind wir dann in einen LKW fuer 2.5 Euro pro Person gekommen, mit ganz vielen Eingeborenen, meistens aelteren Peruanerinnen.. Nach einer Stunde Dschungelfahrt sind wir dann zu einem Polizeicheckpoint gekommen, und anders als die meisten Busse werden LKWs natuerlich fast immer kontrolliert.
Wir wurden agnz in Ruhe gelassen, Gringos haben ja auch meistens nix dabei, oder?
Naja auf jedenfall wollten sie dann die immens grossen Taschen einer alten Frau durchsuchen, die sich aber mit den Faeusten zur Wehr gesetzt hat. Irgendwann hat ihr dann ein Militaerpolizist eine Tasche entrissen und darin waren weiss ich nicht wieviele Koka Blaetter, auf jedenfall eine ziemlich grosse Menge. Kokablaetter sind zwar in Peru legal (Koka Tee mit Zitrone schmeckt mir super!), aber ich denke eine solche Menge auf einmal nicht.. Die Polizisten haben die Tasche dann einfach mitgenommen, die Frau konnte ohne Probleme weiterfahren.
Naja dann ging es wieder diese steile, sich "in Konstruktion"-befindliche Strasse "peligroso" hoch, diesmal etwas langsamer und naeher am Geschehen, weil es gab keine Fenster.
Irgendwann wurde es dann scheisse scheisse kalt, und wir hatten nur Pullover dabei. Auf einem ca 4000 Meter Pass haben wir dann sogar noch eine Pause gemacht, es war zu kalt zum schlafen und wir waren zu muede fuer die Kaelte. Es war schrecklich. Dafuer haben wir aber 7.5 Euro gespart :P
Nach dieser Horror Fahrt sind wir dann irgendwann um 5 Uhr wieder in Cuzco angekommen, wo wir durchgefroren erstmal in eine Disco gegangen sind, um einen Wisky zu trinken, der aber nicht wirklich geholfen hat.
Also man kann sehr billig zum Machu Picchu kommen und zurueck. Es ist definitiv ziemlich viel anstrengender, aber wir haben so 80 Dollar ingesamt (mit essen und 2 naechten schlafen) ausgegeben, und normalerweise ist das alles wesentlich teurer (und gemuetlicher).
Ach ja, die Route ist in den naechsten tagen/wochen nicht passierbar, weil genau in der Nacht, als wir zurueckgefahren sind, ist die Strasse an einer Stelle entweder eingestuerzt oder es gab eine Steinlawine, wir hatten Glueck!!

Das ist jetzt nur Machu Picchu, und das war schon vor 2 Wochen. Hier in La Paz habe ich wieder Internet und kann Bilder hochladen (die sind wirklich sehenswert!) und von meiner Reise bis hierhin + den Lago Titikaka erzaehlen. Dafuer brauche ich aber ein bisschen Zeit, ein Blogeintrag nimmt immer ein paar Stunden in Anspruch, auch wenn das nicht so Aussieht ;)
Ach so ganz wichtig natuerlich: Ich komme doch ein wenig frueher zrueck, als ich eigentlich geplant habe: ich habe einen Flug von Santiago de Chile nach Madrid gebucht! am 31.7.07 lande ich in Madrid!
Von dort weiss ich noch nicht weiter, die Fluege kosten so 100 Euro und soviel will ich nicht ausgeben, weiss jemand einen billigen Weg um in die Naehe Koeln zu kommen? Das waer super =)
Ich schreib mehr sobald ich kann, habe eine ziemlich abenteuerliche Dschungel Tour hinter mir =)

Ich gruesse Deutschland, bald bin ich wieder da!

Euer Jonas

Posted by cosmocrat 11:22 Archived in Peru Tagged backpacking Comments (0)

Von Lima nach Cuzco

Ueber Ica, Huacachina, Arequipa

sunny 32 °C

Huhu!
Peru ist ein schoenes Land! Es gibt hier echt alles: Meer, Wueste, Regenwald und Berge.. Also wir sind erstmal was in Lima geblieben. Lima hat mir ganz gut gefallen. Wir haben in einem Super-Luxus Hotel fuer 4 Dollar am Tag im Zentrum gewohnt, was gar nicht so gefaehrlich ist, wie alle Welt behauptet. In Lima gibt es so viele schoene Plaetze, und wenn man 2 Strassen weitergeht, kommt man direkt in eine abgefuckte Gegend, geht man 2 Strassen weiter, ist man wieder in einer schoenen.. Sehr gegensaetzlich auf jedenfall.
Wir haben dann eine katholische Kirche mit so Katakomben besucht.. Einen eigenartigen Geschmack hatten die Leute da: in den 40er Jahren haben sie dort die 25000 unter der Kirche begrabenen Menschen ausgegraben und ihre Knochen sortiert. Und um Besucher und Touristen zu beeindrucken haben sie dann die Knochen sortiert und in z.T. Mustern zusammengelegt! Da Fotos absolut und strengstens verboten waren, konnten wir leider nur dieses Foto in schlechter Qualitaet schiessen:
Knochen_sc..stapelt.jpg
Uns is dann auch aufgefallen, wie langweilig und schlecht die christliche Kunst im Vergleich zu den Maya bzw. Inca Relikten ist. Gelangweilte, unsympathische Gesichter von irgendwelchen Heiligen, von denen man nicht mal weiss, ob sie irgendetwas Gutes gemacht haben. Ich bin auf jedenfall kein Anhaenger dieser Religion, die in der Vergangenheit Millionen Menschen getoetet und versklavt hat. Naja, das ist ja nur die Geschichte, inzwischen wird die Kirche ja was moderner und hat z.B. 1992, meine ich, anerkannt, dass die Welt rund ist. Respekt!
Ein Thema, was mir vorher nie eingefallen waere ist "Die strategische Tischwahl in Restauranten im Beisein eines Maedchens"!
Folgendes geschah: Wir haben uns in Lima mit einer Freundin, die in in Ecuador kennengelernt haben, getroffen. Wir sind in ein Restaurant gegangen und auf einmal hat mich so ein Typ auf die Schulter geklopft und hat irgendwas wegen dem Kuehlschrank gesagt. Auf einmal meinte Stephie: "Meine Handtasche ist weg!" Ich bin sofort aufgestanden und hab hinter Stephie 2 ca 50 jaehrige gesehen, die in tadellosen Anzuegen und einer grossen Tasche im Begriff waren, das Restaurant zu verlassen. Ich bin denen dann nach, obwohl es mein Auge irgendwie nicht glauben wollte, dass diese "feinen" Maenner diese Tasche hatten. Die beiden sind dann in ein Taxi gerannt, und ich bin neben dem Taxi hergerannt wollte, dass es haelt. Hat es natuerlich nciht, ich bin dann bis zur naechsten Ampel nachgesprintet, hab das Taxi eingeholt, aber die feinen Herren waren schon verschwunden. Damian und ich haben dann noch ein bisschen in der Gegend rumgesucht, aber war nix zu machen, Tasche mit allen Fotos, Kamera, Handy, Kreditkarte und ein bisschen Geld weg. Scheisse.
Was lernt man daraus:
-Wenn man merkt, dass einem etwas geklaut wird, steht man sofort auf und macht den Dieben Panik, dann geben sie sich leichter zu erkennen.

-Wenn man Handtasche oder irgendwas Loses dabei hat, setzt man sich hinten in eine Bar/Restaurant/Cafe, und nicht an den Eingang, oder noch schlimmer: Nach draussen.

-Man kann dem Auge nicht traun!

-Stephie hatte die Handtasche um die Schultern, also das ist kein Schutz.

-Man hat beim Reisen mindestens 2 Kreditkarten dabei, wenn eine wegkommt.

-etc.

Naja nach diesem Erlebnis haben wir dann Lima in Richtung Huacachina verlassen, eine Oase in er Wueste von Peru. Wir waren noch nie in einer richtigen Wueste, die Landschaft ist atemberaubend!
102_0333.jpg
Hier ist noch ein Panoramafoto
Die Oase sieht so aus:
102_0321.jpg
und wir haben in einem echt schoenen Hostal gewohnt, der Blick von unserem Fenster war dieser ;)
oase_oase.jpg
Nachdem wir angekommen sind haben wir direkt nette Leute kennengelernt und mit denen sind wir dann nach nebenan in ein Restaurant gegangen. Wenn man dort etwas bestellt wird man gefragt ob man auch Gras umsonst haben will. Wir haben natuerlich verneint, keine Sorge bitte!
Sowas habe ich noch nicht erlebt.
Am naechsten Tag haben wir dann die beruehmte Sandbuggy/Sandboarding Tour gemacht. Also man geht mit ein paar Leuten mit einem Sandbuggy in die Wueste:

und zieht sich eine Art Snowboard an. Dann faehrt man Sandduenen runter. Bei mir als Amateur sieht das so aus:

(is ne kleine Duene und so, ich weiss)
Beim Damian als oldschool Skateboardprofi geht das bei grossen Duenen jedoch gaaanz easy!:

Respekt hierfuer!
Wie schnell dann ein Trip vorbei sein kann haben wir dann jedoch auch gemerkt. Mit uns war ein sehr netter, bisschen verrueckter Kanadier, hier rechts neben mir, der absolut adrenalinsuechtig war. Wir sind zu immer hoeheren Duenen gefahren und wenn man sich, anstatt zu stehen, auf das Board legt, wird man unglaublich schnell. Und bei einer unglaublich hohen Duene wird man sogar noch schneller. Wir waren also am fast Gipfel von einer ca 200 Meter Duene und es sah ziemlich steil aus.. Der Kanadier ist jedoch sofort aufgestiegen zum absoluten Gipel, der ein gutes Stueck hoeher war, hat sich aufs Board gelegt, "for Germany" gerufen und ist krass schnell runtergefahren, fast wie eine Rakete. Nur als Verrueckter kann man dann noch seine Arme in die Luft heben und lachen. Kurz vorm Schluss des Abhangs kams wie es kommen musste und er hat sich ueberschlagen.. Man konnte durch den aufgewirbelten Sand zwar nichts sehen, aber gehoert hat man die Ueberschlaege ganz gut.. Zuerst haben alle gelacht, aber als er sich nicht mehr geregt hat war klar, dass irgendwas passiert ist. Als ich unten angekommen bin war er bewusstlos und sein Kopf war komisch auf die Seite gedreht, ich dachte er ist tot. Aber war er nicht, er ist zu sich gekommen, hat geschriehen vor Schmerzen und wusste nicht, was passiert ist. Er konnte einen Arm nicht mehr bewegen.. Zum Glueck war ein Arzt in der Gruppe, der sich direkt um ihn gekuemmert hat, aber viel konnte er natuerlich nicht machen. Also haben wir ihn auf den Sandbuggy gehievt und nun kam fuer den Kanadier der naechste Albtraumpart: der Weg zum Krankenhaus ueber Sandduenen usw, es hat geruckelt und geschuettelt.. Bei jedem Ruettler konnte ich fast seine Schmerzen spùeren, er hat geschriehen..
Er ist dann direkt ins Krankenhaus gefahren, mit ihm ein Freund.
Ich habe vermutet, dass er sich mindestens das Schluesselbein gebrochen hat. Am naechsten Morgen ist dann sein Freund gekommen, der Kanadier hatte 4 Rippen und Schluesselbein gebrochen, Leber und Milz angerissen und hat mit Glueck ueberlebt, er wurde zu diesem Zeitpunkt operiert.
Es war der 2. Tag seines Trips und der letzte.
Was will man machen?
Wir waren dann noch einen Tag da und sind Sandduenen raufgeklettert und runtergerannt:

Alle Fotos von Huacachina gibt es hier: http://mexico.raubkopiernaziterrorist.org/gallery2/v/Huacachina/

Danach gings weiter nach Arequipa, wo wir das Colpa Cañon besichtigen wollten. Aber dort bin ich krank geworden: Kopfschmerzen, Fieber, Durchfall.. Das erste mal auf meinem Trip richtig krank.. Naja passiert..
Wir wollten dann aber trotzdem nach Cuzco (hier werden wir zum Machu Picchu gehen), deswegen hab ich eine echt beschissene, kalte Busfahrt voller Tabletten und "Scheissbeduerfnis" auf mich genommen. Ich hab ueberlebt ;)
Jetzt sind wir in Cuzco auf so 3500 Metern, ich bin immer noch krank (seit knapp ner Woche jetzt), aber die Stadt gefaellt mir irgendwie ziemlich gut, sehr schoen hier..
Auch der Markt ist wunderbar, vor allem die Fleischabteilung:
Fleischmarkt.jpg
Na, wer findet Gehirn, Eier, Schnauze? Hier kann man das Foto nochmal in gross bewundern haha
Ich bin auf dem Weg der Besserung und warte jetzt einfach, bis ich wieder gesund bin.
Also das war das weitere Reisekapitel bisher.
Gallery mit allen Fotos: http://mexico.raubkopiernaziterrorist.org/gallery2/

Ich hab noch 2 "Off Topic" Sachen quasi =)

Zur Tour de France meinte Damian: "Weil alle Doping nehmen, gewinnt ja doch der Bessere!"

Ein Buch was ich jedem sehr ans Herz legen will ist Shantaram, eine wahre Geschichte ueber jemandem mit einer unglaublichen Lebensgeschichte

An die Freunde von Damian und alle anderen: Wenn man sich oben rechts unter Navigation "subscribed", bekommt man immer eine Mail, wenn ein neuer Eintrag geschrieben ist, und man kann Kommentare schreiben.

Also ich wuensch euch und mir Gesundheit und Freude =)

Gruesse von Damian und Jonas aus Peru

Posted by cosmocrat 19:04 Archived in Peru Tagged backpacking Comments (1)

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