A Travellerspoint blog

Utila - La Ceiba - Tegucigalpa - Nicaragua: Leon

sunny 32 °C

Bonjour mes amis =)
keine Ahnung ob das jetzt richtig war, egal =)
naja, also ich bin zur Zeit ein bisschen ungluecklich, weil ich mich von den beiden Kannadiern getrennt habe, weil die zurueck nach Mexico und dann nach Kannada muessen.
Das waren so super freundliche und lustige Menschen, echt hart nach 1.5 Monaten einfach ¨Tschuess¨ zu sagen und man weiss nicht ob man sie wiedersieht.. Mit denen hab ich diese Zeit alles geteilt, Essen, Hotel (teilweise auch Bett, siehe 2-3 Eintraege vorher ;), Geld und was weiss ich alles einfach..
Naja ich hoffe ich kann sie mal besuchen oder sie kommen mich besuchen in Deutschland..
Also, ich hatte ne wunderbare Zeit auf Utila, das Tauchparadies
Sonnenunte..nd Dock.JPG(weil so billig und schoen), tauchen ist eine wunderbare Sache, einfach so frei im Wasser rumzufliegen und dabei allerlei seltsames zu sehen, beim letzten Tauchgang hab ich einen Hai gesehn, aber der war am schlafen, und als die Dive-Master-in ihn angefasst hat, ist er schnell davongeschwommen.. :P
wir ham uns dann mal ein Kayak gemietet und sind durch Mangrovenwaelder hindurch zu einem wirklich einsamen Strand gepaddelt.. Alter Schwede! 5km weisser Sandstrand, Kokospalmen, Dschungel dahinter und weit und breit keine Menschenseele!
Wir ham dann da geschnorchelt und ich hab mich irgendwie ein bisschen unwohl gefuehlt, im Wasser, hab mich umgedreht und sehe wie ein Hai an mir vorbeizischt, echt ziemlich schnell.. Das war ein Schock.. Wir sind dann schnell aus dem Wasser, weil wenn uns da was passiert kann uns niemand helfen, wir warn ja allein..
Am Dock danach hat uns dann ein reicher Texaner auf seine Yacht auf ein Bier eingeladen, der hat echt im Luxus gelebt, mit Satelliten Internetverbindung und so, echt krass haha
Am naechsten Tag sind wir dann auf eine einsame Insel geschippert,
das ist echt ein Erlebnis, super schoen um zu schnorcheln, Kokosnuesse vom Baum zu holen und so, also die 3 Sachen, die man auf einer einsamen Insel braucht, sind ganz enttaeuschend: Wasser, Essen und Sonnencreme.. ;)
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Jo und am naechsten Tag am lokalen Strand hab ich dann noch einen Hai gesehn, danach hatte ich genug vom tauchen/schnorcheln, irgendwie stimmt die These nicht ganz ¨Haie sind hier ganz selten¨..
Am letzten Abend war dann noch ne echt super Techno Party auf einem Dock, der Techno war zwar nich so super, warn auch nicht viele Leute da, aber auf dem Meer war ein krasses Gewitter, das an der Insel vorbeizog und die Blitze hier sind echt heftig, so 5 Blitze in einer Sekunde und der Donner ist mehr so wie als ob ne Bombe explodiert, alles vibriert und es is echt laut =)
Dann kam der Tag der Trennung, echt schrecklich traurig..
Ich bin dann alleine weitergefahren, alleine zum erstenmal seit 2 Monaten, 24 Stunden am Tag mit Leuten oder so, das war echt hart. Nach Nicaragua kommt man nur ueber die Hauptstadt von Honduras, und die ist echt scheisse.. Total haesslich, teuer, und super gefaehrlich. Selbst der kleinste Kiosk hat riesige Stahlgitter vor der Theke, ich wollte um 6 Uhr abends rausgehen um mir Wasser zu kaufen, aber die Hotelfrau hat mir eindringlich gesagt dass es nach Einbruch der Dunkelheit viel zu gefaehrlich ist rauszugehen.. Voll krass.. (Hier wird es immer schon um halb 6 dunkel)
Naja dann am naechsten Tag weiter nach Nicaragua, an der Grenze wurde mein Gepaeck richtig schoen gefilzt, aber ich hab ja nix schlimmes dabei =)
In Nicaragua haben wegen dem Buergerkrieg noch mehr Leute Waffen als in Honduras, in Honduras sind es 40% der Einwohner..
Dann von Managua, der Haupstadt von Nicaragua direk nach Leon, hier soll es schoen sein.
Und das ist es auch.. Sehr sehr heiss, die Sonne brennt wie ich es noch nicht erlebt hat, eine typische spanische Kollonialstadt, sieht man an den Haeusern. Im Hotel hab ich dann einen Niederlaender kennengelernt, es hat sich herausgestellt dass er Polizist war, in einer Spezialeinheit in Venlo, die Deutschen gefolgt sind, und geschaut haben ob sie dort in illegalen Coffeeshops viel gras kaufen. dann ham die die deutschen hops genommen und ham sie fuer ne aussage wieder gehen lassen. Wenn sie 3 Aussagen hatten, dann konnten sie den Coffeeshop hochgehn lassen. Sehr lustig =)
Am naechsten Tag ham wir dann mit einem Traveller, der hier haengengeblieben ist, eine Fuehrung zu einem Gefaengnis gemacht.. Schrecklich!
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Das war genau so wie ein KZ, da ist keiner lebend rausgekommen, alle wurden zu Tode gefoltert oder erschossen, die hatten keine Toiletten fuer die Haeftlinge da, die zusammengequetscht zu hunderten und echt kleinen Zellen leben mussten. Mit Folterkammer und allem.. Hier gab es naemlich bis vor so ca 22 Jahren einen krassen uebelen Diktator und es gab Buergerkrieg und er wurde gestuerzt..
Naja ausserdem hab ich noch ne Arena gesehn, wo Hahnenkaempfe gemacht werden, immer sonntags, ich glaube das schaue ich mir naechsten Sonntag mal an, ist hier sone Art "Volkssport".
Heute war ich in einer Rum Fabrik,
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wo der ganze Rum fuer Zentralamerika, aber auch Europa hergestellt wird. Sehr geil, ich konnte umsonst 18 Jahre alten Rum (60 Dollar/Flasche) trinken und hab das auch ausgiebig gemacht hehe, der hat echt super geschmeckt!
So jetzt gehe ich zu einem libanesischen Restaurant mit meinem neuen Freund, und morgen werd ich entweder einen Vulkan besteigen oder weiterreisen.
Machts alle gut!

ach ja und Bilder von Utila gibts hier.

oh, jetzt bin ich irgendwie nicht dazu gekommen das abzuschicken, es ist jetzt 2 Tage spaeter und ich ergreife die Gelegenheit, ueber diese 2 Tage zu schreiben ;-)
also ich hab mich breit schlagen lassen, einen Vulkan mit 3 anderen Jungs zu besteigen, die alle ganz lustig und cool sind.
ca 4-6 Stunden Aufstieg, ein bisschen anstrengend.. Also um 5 Uhr morgens raus, wir ham dann unsere Guides getroffen, ein bisschen komisch, ein 18 jaehriger Nicaraguaner(?), der ca aussieht wie 14 und eine etwas schmaechtige Amerikanerin.. Naja ich denk mir: die machen da ja oefters, wird wohl eher ein Problem fuer mich werden, da hoch zu kommen.
Nachdem wir dann oben angekommen sind (Bilder folgen, war schon faszinierend) ham wir unsere Zelte aufgeschlagen, weil wir die Nacht in dem aelteren, inaktiven, zweiten Krater verbringen wollten.
Nachdem wir Feuer gemacht hatten, fing der Nicaraguaner auf einmal an zu zittern, ich hab ihm meine Jacke gegeben weil ich mich der Kaelte da oben irgendwie besser zurecht komme. Er hat nicht aufgehoert zu Zittern, dann haben ihm alle ihre Pullover gegeben. Auf einmal hat er angefangen ganz schwer zu atmen und immer schneller, so hyperventiliert quasi und dazu hat er komische Geraeusche gemacht. Hat auf Fragen nicht reagiert und ist auf einmal zusammengebrochen..
Wir haben ihn dann in die stabile Seitenlage gebracht (Die andere ¨Fuehrerin¨ schien keine Ahnung davon zu haben), die andere Fuehrerin ist mit einem von uns zu irgendwelche Haeusern gelaufen, die angeblich auf der anderen Seite des Vulkans stehen. In der Nacht ist das ein bisschen scheisse, weil man sieht auch mit Taschenlampe quasi nix. Wir anderen wussten nicht was wir tun sollen, weil wir konnten den nicht nach unten schleppen, weil der Pfad fuer eine Person gemacht ist und wenn man nicht sicher auf den Beinen ist, kann man auch ma nen Abhang runterstuerzen. Einer von meinen Kollegen hat dann auf seinem Handy an einer bestimmen Stelle des Vulkans Netz gehabt (die Fuehrerin hatte nichmal Handy dabei) und hat den Notdienst angerufen. Die wollten irgendne Nummer von ihm haben, die er nicht hatte und dann hamse aufgelegt. Dann hat sie im Buero von ihrem Reisedingsda angerufen, die haben dann direkt 3 Leute mit 3 Pferden hochgeschickt..
Der zusammengebrochene, auf dem Boden zitternd liegende Eingeborene konnte inzwischen wieder sprechen und hat irgendwas von Allergie und gestochen geredet und ihm war sehr kalt (die Haende waren echt sehr sehr kalt)..
Naja irgendwie nach 2 Stunden gings ihm dann etwas besser, der hatte irgenbwie sein Medikament gegen irgendwelche Ameisen nicht dabei, und nach 4 Stunden ca ist seine Hilfe gekommen, er war am schlafen und die hams irgendwie geschafft den auf dem Pferd nach unten zu bekommen und dann ist er ins Krankenhaus oder so. Heute gings ihm wohl besser.
Sehr komisch..
Aber es geht noch weiter: wir wollten sowohl Sonnenaufgang am Morgen, als auch Lava in der Nacht sehen, deswegen ham wir ja da gezeltet. Wir ham nen Tag vorher gefragt, ob wir irgendwas mitnehmen sollen, Schlafsack oder so, aber die meinten: "nene, wir ham alles dabei, macht euch keine Sorgen"
naja dann wurds natuerlich echt richtig kalt mit starkem Wind und so.. Und wir hatten verdammt duenne Decken, durch die Zelte hat der Wind geweht und wir haben auf Weisung am Tag zuvor nur Pullover mitgenommen, sonst nix.. Naja ich war so fertig, dass ich trotzdem eingeschlafen bin und bin dann so nach 2 Stunden aufgewacht davon, dass ich vor Kaelte gezittert habe!
Den anderen gings nicht anders, wir ham dann 2 Stunden Morgengymnastik gemacht, von 2 bis 4, dann sind wir zu dem aktiven Krater aufgestiegen, ham fast gekotzt wegen dem ganzen Sulfat oder was es da an Gasen gibt (ich wollte kotzen, kam aber nichts, weil es fast nix zu essen gab, wegen der tollen Organisation ;) naja und wir ham halt kurz ueber den Kraterrand geschaut, weit unten gluehende Lava, ein Sound, man lauter, mal leiser, der nicht zu beschreiben ist, so zwischen Zischen und Donnergrollen, auf jedenfall unheimlich und beeindruckend und der schon beschriebene "Duft" ;)
war auf jedenfall eindrucksvoll. Der Sonnenaufgang auf einem erkalteten Lavaberg hat dann ein bisschen entschaedigt, man haette es sogar geniessen koennen ohne Sturm und Kaelte.. hehe dann sind wir in Rekordzeit abgestiegen und jetzt bin ich im Internet, ihr seid also sehr nah bei den Geschehnissen ;)
War doch ein bisschen mehr Abenteuer als erwartet.. Wir dachten echt dass der stirbt.. (Zitat: Jonas: "How is he going?" Freund: "I don´t know, he is not dead yet")
Voll krass..
Naja die Organisation war Quetzaltrekkers, die sammeln Geld fuer Strassenkinder, das find ich zwar gut aber die sollten schon ein bisschen was ausgeben fuer die Ausbildung ihrer Fuehrer..
Also, mir gehts gut, bin ein bisschen uebernaechtigt aber sonst alles prima.. =)
Was geht @ Cologne?
Gruesse aus Nicaragua

Posted by cosmocrat 15:50 Archived in Nicaragua Tagged backpacking

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Comments

Lieber Jo, hier is mal wieder dein Onkel Paul aus Normalingen. Immer les ich deine ausfühlichen Abenteuerfortsetzungsvollschönundkrassauchromane mit gespannter Neugierseele. Wie ist dein Eindruck: Sind die Menschen immer dieselben verrückten selbstsüchtigen Hähner (?! du verstehst ?!) auf der Welt oder gibt es irgendwo zwischen Atlantik und Pazifik auch Menschen, die besser und freudiger und weiser sind als als du und ich? Sonst muss ich sagen schlaf ich schon und schreib im Schlaf, weil ich träum von deiner Mutter oderdem sterbenden Jungen oder von Lateinvokabeln. Ich wünsch dir die Sehnsucht, die dichmilde macht und mileidig! Dein immer ekelhafter älter werdender XYZ

by Madenpaul

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