A Travellerspoint blog

Von Panama nach Kolumbien

sunny 35 °C

Hallo Freunde der Sonne!
mir gehts gut und ich erfreue mich bester Gesundheit! =)
Mutter mach dir keine Sorgen hehe
Also, die Geschichte der letzten 2 Wochen oder so..:
In Panama City haben sich 8 Traveller gefunden, die alle mit einem Segelschiff nach Kolumbien wollten.
Es gibt ein paar Schiffe, die diese Route machen, hauptsaechlich deswegen weil sie ne Weltreise machen wollten und ihnen dann das Geld ausgegangen ist..
Wir sind also an einen Hafen gefahren (Stadt hab ich vergessen), dort haben wir dann den Kaptain nach 3 Stunden suchen gefunden und sind mit ihm aufs Boot geschippert..
(Soe siehts uebrigens aus wenn man ohne Obdach, mit wenig Hoffnung und allem Hab und Gut auf ner Strasse sitzt:)
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das Boot war ca 15 Meter lang und an der breitesten Stelle so ca 3.5 Meter breit..
Fuer 10 Leute (8 Traveller, Captain und Frau) ein *bisschen* klein, aber.. ok, sind ja nur 5 Tage!
Also am ersten Abend erstma eine Kennenlernrunde, ein Schweizer, 2 Israelis, 2 Amis, ein Suedafrikaner, ein Brite und ich.
Sehr intressant, die beiden Amis haben alternative Energie studiert und sind durch so 20 Laender mit einem japanischen Feuerwehrauto unterwegs, das als "Benzin" Vegetable Oil verwendet. Das ist das Oel, was in den Friteusen benutzt wird. Sie fahren einfach zu Restaurants und fragen nach dem alten Oel.
Das muss dann nur erhitzt werden (dafuer nehmen sie Bio-Diesel) und dann kann man damit fahren wie mit normalem Diesel.
WAS SAGT MAN DAZU? (super idee!)
Das ist auf jedenfall cool, aber einer von den beiden war trotzdem ein Arsch, aber egal..
Also, in der Nacht ein bisschen gefeiert auf dem Boot, dann gings los am naechsten Tag, sehr locker zu irgendwelchen Inseln an der Grenze Kolumbien/Panama.
Dort wollten wir dann einen Tag lang bisschen Pause machen bevors anstrengend wird.
Es gibt auf diesen Inseln Eingeborene, die dort mit ihrer Familie auf je einer Insel leben und sich ihr Leben durch Fischen und Kokosnuesse ernten finanzieren :P
Moechte man meinen...
Aber man hoert auch Storys davon, wie sie gerade vor einer Woche ueber 40 Kilo Koks gefunden haben und deswegen erstma ein paar Monate faul sind.. :P
Sie haben sehr bunte Kleidung an, genauso farbenfroh und exotisch wie man es in Filmen sieht, oder man sich evtl. vorstellt wenn man sich einen Eingeborenen Stamm auf einer Karibischen Inselgruppe vorstellt.

Ich weiss nicht ob ich das erzaehlt habe, aber es gibt noch eine relativ lustige Geschichte dazu.. In Nicaragua kommt viel Koks aus Kolumbien an, da gibt es die Corn Islands wo die Schmuggelboote meistens ankommen. Wenn dann die Polizei eingreifen will schmeissen die Schmuggler das Zeug von Bord und danach gehen die Fischer das Koks suchen und verkaufen es zurueck an die Schmuggler.
Und so sind die da relativ reich. Z.B. konnten sie sich mit diesem Geld eine schoene Kirche bauen.. Eine schmucke Christen Kirche, finanziert aus Koks-Geld.. haha!

Also zurueck zu den Inseln wo ich war..
Die Eingeborenen hatten da riesige Krabben, so fuer 50 Cent pro Stueck:

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und Krabbe mit eine "Bob Marley" im Mund gabs auch:

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(Bitte sagt mir wenn ihr das zu "arg" findet ;)
Das sind die Inseln:
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(sorry fuer die Qualitaet)

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(Wetter war nich so toll an dem Tag)

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(Relax!)

Naja also ham wir dort halt einen Tag gechillt weil die naechsten 2 Tage sollten anstrengender werden.
Ach genau, dann kamen da noch so 2 Hollaender mit nem Schiff angeschippert und fragten ob sie bei uns mitfahren koennten. Bevor irgendjemand ma nachfragen konnte wie man sich das vorstellen soll mit schlafen und so auf sonem kleinen Boot sagte der Captain schon "alles klar, kommse rueber, alles kein Problem!"
haha und als sie dann auf dem Schiff waren nahmen sie einfach mein Bett, weil "irgendwo muessen wir ja schlafen!" Alta!
aber ich bin ja korrekt und so und hab dann, OHNE WAS ZU SAGEN!, draussen geschlafen, was ich aber dann doch bereute weil es nachts manchmal geregnet hat und schlafen im Regen is nich! Was tut man nur dafuer dass es der Gruppe gut geht! ;)
Am naechsten Tag sind wir dann los, und ich kann euch sagen: Auf hoher See ist nicht gut Kirschen essen! (weil einem so schlecht ist)
Ohne Witz, es war windig, es gab hohe Wellen und diese permantenten Achterbahnbewegungen machten meinem Magen flau zumute.
Aber wenn man was isst morgens und sich so viel wie moeglich draussen aufhaelt gehts dann irgendwann.. Aber ich hatte das nicht so extrem eingeschaetzt.. (Fuers Protokoll: ich hab nicht gekotzt, aber ein paar andere, und wir ham bloede Witze gemacht, obwohl uns allen schlecht war)
Am naechsten Tag wars dann besser, hier nochn schoenes Bildchen:
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Dann ham wir auch Delphine gesehn und Fische, die wirklich fliegen konnten (so ca einen Meter ueberm Wasser, zum Teil eine Minute lang!)
Kein Land in Sicht und so immer schoen 1-2 Quadratmeter fuer einen selber is irgendwann dann schon ein bisschen komisch ;)
In der Nacht gabs dann wirklich schoenen Sternenhimmel, wobei man sich nicht zuweit aus der Kabine trauen sollte, weil wenn man nachts aus sonem Boot rausfaellt, dann kann man glaub ich nicht mehr viel machen, bei Wellen und evtl hoert einen niemand..
Ach an einem Abend gabs dann bisschen was zu trinken und so, und der Captain sachte uns dann das es 6 Rettungswesten gibt im Falle des Falles und dass das dann halt ein Streitpunkt sein koennte, aber fuer ihn waers nicht so schlimm weil er haette eine fuer sich..
Tja, das ist dann ein bisschen lustig und ein bisschen baengstigend..
also fuer die, die den Blog hier lesen um auch sone Tour zu machen: Fragt vorher nach den Sicherheitssachen und wie ihr euch zu verhalten habt und sowas... hab gehoert Captain Olivier aus Frankreich ist der beste und verrueckteste..
Naja also dann sind wir nach ein bisschen anstrengender Zeit in Kolumbien angekommen, mussten unsere Paese abgeben und 2 Tage auf die warten (in Cartagena).
Dort gibts viel Prostitution, oder ich weiss eigentlich gar nicht die Definition von den Maedels, die haufenweise in Discos rumhaengen, und wenn ein auslaendisch aussehender Typ den Laden betritt draengeln die sich um einen wegen Alk, Zigaretten und Koks und wenn man dann was davon hat, kann man sich nen schoenen Abend mit denen machen. Vielleicht kann mir ja jemand den entsprechenden Begriff fuer diese Art von Prostitution nennen.
Ich mach sowas jedenfalls nicht, auch wenn ein paar wirklich schoene Maedels dabei waren.
naja nach bisschen Sight-Seeing bin ich dann nach Santa Marta bzw. Taganga gefahren, das ist ein kleines Fischerdorf (jetzt ein bisschen touristisch), liegt in einem Bay (Deutschen Begriff weiss ich nicht) und sehr schoen dort, man lernt schnell alle Leute kennen, weil man halt auf der Strasse rumhaengt.
Dann haben wir von dort aus die letzten 3 Tage eine Tour gemacht, das ging an eine nur von der See aus zugaengliche Lagune, die meisten waren dort tauchen, ich war aus Budgetgruenden nur schnorcheln.
War schon komisch 3 Tage und 2 Naechte komplett ohne Strom und fliesend Wasser und soweiter, Haengematte als Bett..
Hab dort nette "Eingeborene kennengelernt waerend die anderen tauchen waren, die haben vielleicht ein verklaertes Welt-Bild, aber is auch klar wenn man keine Informationen und Propaganda von der restlichen Welt zu hoeren bekommt.
Am 24. sind wir dann zurueck, Weihnachtsstimmung is gar keine weil 35 Grad im Schatten und Sonne und Meer usw.
Hab dann eine Kolumbianerin kennengelernt, die hat mich mitgenommen zu ihren Freunden und so konnte ich Kolumbianische Weihnachten erleben, es gab dick zu essen und danach eine Party auf dem Dach von dem Hotel das ihnen gehoert.
Typisch fuer die Mentalitaet: Hotelgaeste wolten schlafen aber die Besitzer wollen einfach Party machen und ignorieren die Hotelgaeste einfach. hehe
Tjoaaa, ich hab jetzt einiges, vieles ausgelassen aber ich will hier auch niemanden ueberfordern.... ;)
Die naechsten 6 Tage werde ich im Dschungel unterwegs sein, bei 30 Grad im Schatten, 100% Luftfeuchtigkeit, Mosquitoes (?), Rebellen, Drogenfarmern, Schlagen und was weiss ich noch. 5-10 Stunden am Tag wandern, mit Machete bewaffnet.. =)
Aber es soll sihc lohnen, ich hab gestern eine kennengelernt, die hat sich bei der Tour den Arm gebrochen, war ueberall zerstochen von den Muecken und hatte viele Schuerfwunden, aber ihr Kommentar war: Es hat sich gelohnt! :=)
Weil es gibt dort eine vergessene, verlorene Stadt und die soll vergleichbar sein mit Machu Picchu in Peru, nur dass es hier eben nicht so viele Touris gibt und das alles noch nicht so gut erforscht ist!
JUHU!
Also ich werde die naechsten paar Tage nicht ins Internet kommen, kann sein, dass es wieder 2 Wochen werden, weil ich weiss nicht wie verfuegbar das Internet in der naechsten Zeit sein wird. Fuer dieses wirklich schreckliche Internetcaffee musste ich einen 2 Stunden Ausflug unternehmen! RESPEKTIERT DAS! Hier meine Stimmung aufm Weg ;):
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Also und weil ich darauf noch gar nicht eingegangen bin, weil ich einfach nicht diese Stimmung hier erlebe:
Ich wuensche euch allen ein gesegnetes, froehliches, wunderbares, nie zu vergessendes Weihnachtsfest und einen "guten Rutsch" ins hoffentlich gesunde, erfolgreiche neue Jahr. *trief*
Gallery wird beim naechsten mal upgedatet!

Machts alle gut, geniesst die Weihnachtszeit, den Urlaub und das nicht schwitzen-muessen!

Euer Berichterstatter aus dem fernen Kolumbien ;)

PS: Ich finds so super von euch dass ihr mir so viele emails schreibt, das naechste mal wenn ich Internet zur Verfuegung habe werde ich euch allen JEDE mail beantworten, wenn das in meiner Macht steht! Die Mails tun mir sehr gut und zeigen mir, dass ich ein zuhause habe und ein anderes Leben woanders! :)
PPS: An die die mir Fragen stellen von wegen dass sie so nen Trip auch machen wollen und was zu tun ist und wohin, das komm auch naechstes Mal (*mirvielvornehm*;)

Posted by cosmocrat 12:23 Archived in Colombia Tagged backpacking

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Comments

also muss schon sagen mit 12 Personen auf einem SEGELBOOT MIT NICHT AUSREICHENDER AUSRUESTUNG(Lifewests)ist unverantwortlich vom Skipper,und leichtsinnig von denjenigen die sich aus finanziellen Gruenden oder Abenteuerlust auf sowas einlassen.Das Segelrevier mit den vielen kleinen Inseln heisst uebrigends San Blas,die Indios die auf einigen dieser Inseln(365,aber nur etwa 40 mit kleinem Dorf) wohnen heissen KUNA.Es sind nur die Frauen die bunte handbestickte Blusen(MOLAS)tragen,sie sind beruehmt dafuer.
San Blas(KUNA YALA)ist ein Gebiet in dem sorgfaeltig navigiert werden muss wegen den vielen Riffs,die Wassertiefe kann ganz schnell nicht mehr tief genug sein und dann sitzt man auf dem Riff auf und dann ist fertig mit lustig.
Dein trip in Kolumbien hoert sich ja seeeehr abenteuerlich an,tut mir leid aber geht da die Fantasie nicht ein bisschen durch mit dir?Oder denkst du an den Film "the Beach"?
Wie auch immer,ich wuensche dir viel Glueck bei deinen Abenteuern,halt die Augen offen,
Marlis (Ex Seglerin)

by marlis

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