A Travellerspoint blog

Von Ecuador bis Peru, Lima

Ueber Guayaquil, Tumbes und Trujillo

overcast 28 °C

  • update: bisschen ueberarbeitet*

Buenas!
in Quito haben wir ein wunderbares Museum besucht! und zwar das Aequator Museum.. es gibt dort 2 Museen, ein ist etwas mehr offiziell, dafuer aber 100% Beschiss, weil die Aequatorlinie dort falsch vermessen wurde, von den bloeden Europaern. Die Indianer dort wussten schon lange vorher wo die wirkliche, magnetische Aequatorlinie ist. Dort haben wir dann super "Experimente" gemacht, die bewiesen haben, dass wir am wirklicen Aequator sind. Nicht zu vergessen die echten, schoenen Schrumpfkoepfe! (zu sehen hier).
Wir hatten dann aber nicht so viel Lust auf zu lange Ecuador und sind deswegen schnell nach Peru. Wir waren zwar auch fast nur in so Touri-Staedten, aber was soll man auch gross anderes machen in Ecuador? =)
Naja war auf jedenfall ganz nett, wir waren in so 2 Surfer Towns, Canoa is etwas ruhiger, da gehen eher die reisenden Maedchen hin um sich von den einheimischen Surferplayboys klarmachen zu lassen =) aber die Jungs sind ok!
Es gab da immer ein Lagerfeuer am Strand und die ´Locals´ haben getrunken und gesungen, sonst war eigentlich nicht viel los.
Wir haben dann in einem Restaurant einen Fischer kennengelernt und der hat uns eingeladen, mal mit ihm fischen zu gehen. Gesagt-getan, ausser Damian, man kennt ihn ja morgens =)
Also wir haben uns fischen vorgestellt mit Angelroute und so, aber man soll sich hier ja nichts vorstellen =)
Wir sind dann zu einem Fischkutter mit Schleppnetzen geschippert und kletterten waghalsig in den verrosteten Kutter, wo uns eine bierbaeuchige und nette Crew empfing:
die_crew.jpg
Nach 30 Minuten wurden dann die beiden Schleppnetze eingezogen und alles an Bord gekippt. Mit dabei waren: ein kleiner Hammerhai, Flundern, Krebse, unendlich viele (meist sehr, zu kleine Fische) und Tiere, die ich nicht kenne.
Und dann geht das schippern und aussortieren los, schauts euch an:

Diese ganzen Fische, die zu klein sind werden mit so Schaufelaehnlichen Sachen tot ins Meer gekippt, fuer Tierfreunde is das echt nichts..
Naja wir ham dann 2 Faenge miterlebt (alle 2 Stunden ziehen die die Netze wieder ein) und ham dann erstmal lecker Fisch an Land gegessen..
Das ganze Massaker kann man sich hier anschaun..
Dann gings weiter nach Montañita, eine Stadt eigens fuer Touristen!
Dort sind die Wellen dann was besser zum surfen, wir ham auch gesurft und nachdem ich meine 2. Welle direkt gestanden hab (also ich stand so 5 Sekunden auf dem Brett) hab ich mir den Arm verknackst und meine Surferkarriere war beendet. Damian fands auch nich so dolle, also hamwas sein gelassen und stattdessen ein bisschen am Strand rumgehangen, Leute kennengelernt und in einem Dormitorio (Schlafsaal) auf dem Dachboden mit so 25 anderen geschlafen. Das war eigentlich ganz nett =)
102_0243.jpg
Wir haben uns dann entschieden, dass wir nach Peru gehen weil es dort viele Sachen zu machen gibt und uns Ecuador zu touristisch war..
Wir haben in Guayaquil in einem der haesslichsten Hotels der Welt eine beschissene Nacht verbracht, Mosquitos, Klo stinkend und ohne Tuer usw, verdraengt =)
Dann gings ueber die etwas chaotische Grenze, der Bus hat uns rausgeschmissen und hat unser Gepaeck mitgenommen, hat aber dann spaeter auf uns gewartet, ist da wohl so die Praxis. Wir haben ein bisschen Dollar in Soles gewechselt, dabei wurden wir geschickt um 5 Dollar betrogen (der Busfahrer meinte, dass das die offizielle Wechselstube waer und so, sonst haette ich niemals Geld an der Grenze getauscht)
Naja egal, dafuer sind wir sonst heil angekommen =)
Von Tumbes gings dann im Nachtbus weiter nach Trujillo, wo wir uns eine alte, pre Inca Stadt angeschaut haben (Moche hiess die Kultur). Es gibt da so eine uralte, absolut verfallene Stadt in der Wueste, die grade so ein bisschen ausgegraben wird, aber es fehlt natuerlich das Geld. Also viel sieht man in Chan Chan nicht:
102_0260.jpg
Dafuer waren wir danach noch an dem Tempel des Mondes, eine Kultur, die noch vorher stattgefunden hat (so um 0 meine ich, Angaben wiedersprechen sich), und von dieser Kultur ist noch so einiges da: Bunte Bilder auf denen z.B. Zeremonien beschrieben sind. Und ich muss sagen: die Shamanen waren, was Gewalt und Drogen angeht, ganz gut dabei! Es gab z.b. eine Zeremonie, wo den Gefangenen der Kopf abgeschlagen wurde und dann haben die Shamanen ein Glas Blut von ihm getrunken (das Blut wurde vorher irgendwie gereinigt, ich hab die Fuehrerin nicht so gut verstanden) und mit dem Rest des Blutes wurde dann die Erde getraenkt. Und es gab alle moeglichen Drogenrituale, z.B. mit dem San San Pedro Kaktus, ein meskalinhaltiger Kaktus, der dort ganz gut waechst. Ein Typ meinte dann, er haette diesen Kaktus schonmal genommen und haette dabei Schlagen gesehen, bzw. sich so wie eine Schlange gefuehlt. Und man kann auch in fast allen Bildern eine Schlange sehen. (Schaut euch das an, wenns euch intressiert.)
Gemixt wurde dieser Drogentrip natuerlich auch mit dem ueberall angewandten Koks. Also die Jungs waren, was Drogen angeht, absolut in der heutigen Zeit!
Also am Abend gings dann direkt weiter (3. Tag ohne duschen =) nach Lima, weil wir wollen jetzt mal ein bisschen schneller reisen.
Heute morgen sind wir angekommen, und jetzt sitz ich im Internetcafe und schreib das. Mehr gibts eigentlich nicht =)
Die weitere Route wird sein: Erstmal weiter nach Suedperu, dann wieder ein bisschen weiter noerdlich nach Cuzco und zum Machu Picchu, dann Titikakasee und Bolivien.
So ist es geplant, mal sehen wie es kommt..
Alle Fotos gibts wie immer hier..
Ich gruesse alle die das hier lesen, der Damian natuerlich auch! (er hat grade beim pokern gewonnen, ach ne verloren)

Chao amigos!

Posted by cosmocrat 10:55 Archived in Peru Tagged backpacking

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Comments

Lieber Jonas,
der Fischfang ist natürlich schaurig. Dass du dir aber auch den Stierkampf angesehen hast, fand ich schon grenzwertig. Tierquälerei bleibt Tierquälerei, egal ob traditionell oder nicht. Oder was meinst du?
Über Machu Pichu habe ich gehört, dass da die Besichtigungsmöglichkeiten reduziert wurden, weil die Touristenströme irgendwie die Stabilität gefährden. Stimmt`s?
Die Unterkünfte und Fahrten, die du dieses Mal beschrieben hast, würde ich wirklich nicht gut überstehen. Und was macht der Arm?
Ich freue mich weiterhin, wenn du zurück kommst. August? Hoffentlich!
S.

by Sülzgürtel

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