A Travellerspoint blog

May 2007

Von Ecuador bis Peru, Lima

Ueber Guayaquil, Tumbes und Trujillo

overcast 28 °C

  • update: bisschen ueberarbeitet*

Buenas!
in Quito haben wir ein wunderbares Museum besucht! und zwar das Aequator Museum.. es gibt dort 2 Museen, ein ist etwas mehr offiziell, dafuer aber 100% Beschiss, weil die Aequatorlinie dort falsch vermessen wurde, von den bloeden Europaern. Die Indianer dort wussten schon lange vorher wo die wirkliche, magnetische Aequatorlinie ist. Dort haben wir dann super "Experimente" gemacht, die bewiesen haben, dass wir am wirklicen Aequator sind. Nicht zu vergessen die echten, schoenen Schrumpfkoepfe! (zu sehen hier).
Wir hatten dann aber nicht so viel Lust auf zu lange Ecuador und sind deswegen schnell nach Peru. Wir waren zwar auch fast nur in so Touri-Staedten, aber was soll man auch gross anderes machen in Ecuador? =)
Naja war auf jedenfall ganz nett, wir waren in so 2 Surfer Towns, Canoa is etwas ruhiger, da gehen eher die reisenden Maedchen hin um sich von den einheimischen Surferplayboys klarmachen zu lassen =) aber die Jungs sind ok!
Es gab da immer ein Lagerfeuer am Strand und die ´Locals´ haben getrunken und gesungen, sonst war eigentlich nicht viel los.
Wir haben dann in einem Restaurant einen Fischer kennengelernt und der hat uns eingeladen, mal mit ihm fischen zu gehen. Gesagt-getan, ausser Damian, man kennt ihn ja morgens =)
Also wir haben uns fischen vorgestellt mit Angelroute und so, aber man soll sich hier ja nichts vorstellen =)
Wir sind dann zu einem Fischkutter mit Schleppnetzen geschippert und kletterten waghalsig in den verrosteten Kutter, wo uns eine bierbaeuchige und nette Crew empfing:
die_crew.jpg
Nach 30 Minuten wurden dann die beiden Schleppnetze eingezogen und alles an Bord gekippt. Mit dabei waren: ein kleiner Hammerhai, Flundern, Krebse, unendlich viele (meist sehr, zu kleine Fische) und Tiere, die ich nicht kenne.
Und dann geht das schippern und aussortieren los, schauts euch an:

Diese ganzen Fische, die zu klein sind werden mit so Schaufelaehnlichen Sachen tot ins Meer gekippt, fuer Tierfreunde is das echt nichts..
Naja wir ham dann 2 Faenge miterlebt (alle 2 Stunden ziehen die die Netze wieder ein) und ham dann erstmal lecker Fisch an Land gegessen..
Das ganze Massaker kann man sich hier anschaun..
Dann gings weiter nach Montañita, eine Stadt eigens fuer Touristen!
Dort sind die Wellen dann was besser zum surfen, wir ham auch gesurft und nachdem ich meine 2. Welle direkt gestanden hab (also ich stand so 5 Sekunden auf dem Brett) hab ich mir den Arm verknackst und meine Surferkarriere war beendet. Damian fands auch nich so dolle, also hamwas sein gelassen und stattdessen ein bisschen am Strand rumgehangen, Leute kennengelernt und in einem Dormitorio (Schlafsaal) auf dem Dachboden mit so 25 anderen geschlafen. Das war eigentlich ganz nett =)
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Wir haben uns dann entschieden, dass wir nach Peru gehen weil es dort viele Sachen zu machen gibt und uns Ecuador zu touristisch war..
Wir haben in Guayaquil in einem der haesslichsten Hotels der Welt eine beschissene Nacht verbracht, Mosquitos, Klo stinkend und ohne Tuer usw, verdraengt =)
Dann gings ueber die etwas chaotische Grenze, der Bus hat uns rausgeschmissen und hat unser Gepaeck mitgenommen, hat aber dann spaeter auf uns gewartet, ist da wohl so die Praxis. Wir haben ein bisschen Dollar in Soles gewechselt, dabei wurden wir geschickt um 5 Dollar betrogen (der Busfahrer meinte, dass das die offizielle Wechselstube waer und so, sonst haette ich niemals Geld an der Grenze getauscht)
Naja egal, dafuer sind wir sonst heil angekommen =)
Von Tumbes gings dann im Nachtbus weiter nach Trujillo, wo wir uns eine alte, pre Inca Stadt angeschaut haben (Moche hiess die Kultur). Es gibt da so eine uralte, absolut verfallene Stadt in der Wueste, die grade so ein bisschen ausgegraben wird, aber es fehlt natuerlich das Geld. Also viel sieht man in Chan Chan nicht:
102_0260.jpg
Dafuer waren wir danach noch an dem Tempel des Mondes, eine Kultur, die noch vorher stattgefunden hat (so um 0 meine ich, Angaben wiedersprechen sich), und von dieser Kultur ist noch so einiges da: Bunte Bilder auf denen z.B. Zeremonien beschrieben sind. Und ich muss sagen: die Shamanen waren, was Gewalt und Drogen angeht, ganz gut dabei! Es gab z.b. eine Zeremonie, wo den Gefangenen der Kopf abgeschlagen wurde und dann haben die Shamanen ein Glas Blut von ihm getrunken (das Blut wurde vorher irgendwie gereinigt, ich hab die Fuehrerin nicht so gut verstanden) und mit dem Rest des Blutes wurde dann die Erde getraenkt. Und es gab alle moeglichen Drogenrituale, z.B. mit dem San San Pedro Kaktus, ein meskalinhaltiger Kaktus, der dort ganz gut waechst. Ein Typ meinte dann, er haette diesen Kaktus schonmal genommen und haette dabei Schlagen gesehen, bzw. sich so wie eine Schlange gefuehlt. Und man kann auch in fast allen Bildern eine Schlange sehen. (Schaut euch das an, wenns euch intressiert.)
Gemixt wurde dieser Drogentrip natuerlich auch mit dem ueberall angewandten Koks. Also die Jungs waren, was Drogen angeht, absolut in der heutigen Zeit!
Also am Abend gings dann direkt weiter (3. Tag ohne duschen =) nach Lima, weil wir wollen jetzt mal ein bisschen schneller reisen.
Heute morgen sind wir angekommen, und jetzt sitz ich im Internetcafe und schreib das. Mehr gibts eigentlich nicht =)
Die weitere Route wird sein: Erstmal weiter nach Suedperu, dann wieder ein bisschen weiter noerdlich nach Cuzco und zum Machu Picchu, dann Titikakasee und Bolivien.
So ist es geplant, mal sehen wie es kommt..
Alle Fotos gibts wie immer hier..
Ich gruesse alle die das hier lesen, der Damian natuerlich auch! (er hat grade beim pokern gewonnen, ach ne verloren)

Chao amigos!

Posted by cosmocrat 10:55 AM Archived in Backpacking | Peru Comments (1)

Suedkolumbien bis nach Quito, Ecuador

ueber Medellin, Bogota, Cali, Popayan, San Agustin, Pasto, Quito

overcast 20 °C


Hallo Freunde!
Da bin ich wieder! hehe
Tschuldigung dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber ich war halt in Medellin, in der Uni und hab Spanisch gelernt ziemlich lange, davon gibts nix besonderes zu erzaehlen, ausser dass ich jetzt *relativ gut* Spanisch kann juhu =)
Medellin war einfach wunderbar, wie ich dort von den Leuden aufgenommen wurde.. Wenn es dort meinen Studiengang gaebe wuerde ich mir ernsthaft ueberlegen, dort zu studieren..
Also, eine Neuigkeit: Mein alter Kumpane Damian hat sich spontan entschlossen, mich zu besuchen!
Deswegen hab ich dann nochn bisschen in Medellin gewartet und hab ihn dann am 18.4 in der Hauptstadt von Kolumbien, Bogota, abgeholt..
Dort hat er erstmal Tauben gefuettert:
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Wir sind dann erstmal ein paar Tage in Bogota geblieben, an 4 Tagen sind dort 3 Leude vom Hostel ueberfallen worden (imemr nur Geld und Kameras weg, nichts besonders Schlimmes), wir hatten jedoch Glueck und waren aber auch nicht so dumm, nachts alleine rumzulaufen..
Dann hab ich dem Di nochn bisschen Medellin gezeigt und er hat im Casino beim Pokern gut abgeraeumt =)
Tjo dann gings weiter nach Cali...
Jeder hat uns gesagt, dass es im Sueden von Kolumbien gefaehrlich ist, aber man hoert das eigentlich immer..
In Cali kams dann auch direkt zu einem Zwischenfall, den werde ich jedoch erst in Deutschland, oder ´mas tarde´ erzaehlen, dann kann ich auch erklaeren warum ich das jetzt nicht sage heheh (macht euch keine Sorgen, alles ist gut ;))
Naja dann warn wir halt nur eine Nacht in der Stadt, mussten nachts nochmal wegen essen raus, wir waren direkt im Rotlichviertel, angeblich das beste Viertel in der Stadt, was fuer ein Quatsch, ueberall Gestalten im Dunkel und bedrohliches Gefuehl.. Naja ist dann trotzdem nix passiert.
Also am naechsten Tag weiter nach Popayan, das war echt ne wunderschoene Stadt, absolut Kolonial, alle Haeuser weiss und im spanischen Stil. Aergert mich jetzt, dass wir keine Fotos davon gemacht haben..
Von dort sind wir dann Nach San Agustin, eine der bedeutensten archeologischen Staedten in Suedamerika.. Das meiste wurde vor 50-15 Jahren gefunden und ausgegraben, von der Kultur ist absolut nichts ueberliefert, sie ist schon vor der Ankunft der Spanier untergegangen, so 1100 nach Christus wurden die letzten Statuen gebaut. Der Fuehrer, der genauso ahnungslos war wie wir, meinte, dass die aeltesten Statuen 3000 vor Christus gebaut wurden, was ich jetzt jedoch nicht mehr glaube, weil im Internet ´nur´ was von vor 3000 Jahren steht.. Echt faszinierend.. Sie hatten eben einen krassen Totenkult, ihre KoenigInnen haben sie auf den hoechsten Bergen dort bestattet und auf einigen haben eben Ausgrabungen stattgefunden..
Man sieht immer eine Statue vor einem Grab, die soll sie vermutlich beschuetzen.. In den Graebern waren rote und gelbe Kreise gemalt und Schriftzeichen(?), die aber niemand versteht. Es ist so unerforscht!
Bei manchen Bergen sieht man, dass da noch mehr ist, (kleine Huegel auf der Bergspitze), aber die kolumbianische Regierung steckt da kein Geld rein, weil sie zuviele Ausgaben fuer den Krieg gegen die Guerilla hat. (Das Gebiet in dem wir waren wurde erst vor einem Jahr von den Soldaten zurueckerobert).
Die Landschaft dort ist absolut atemberaubend: Berge, Wasserfaelle, frische Luft, raetselhafte Skulpturen, unerschlossen irgendwie..
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Hier gibts Damian nochmal in gross vor der Landschaft..
Hier ist das Foto "Over The Rainbow" in gross..
Tjo wir haben aber nicht genuegend Geld mitgenommen und konnten deswegen nur 3 Tage bleiben..
Die Strecke nach Popayan zurueck ist nur 130 Kilometer.. wie lange braucht man in Deutschland dafuer? Also hier sinds 8 Stunden Horror-Schotterpiste mit Militaercheckpoints..
Von Popayan dann nach Pasto, das war mit Abstand die schoenste Busreise, die ich je gemacht habe.. Die Landschaft ist einfach so krass, ueber Berge mit einem unbeschreiblichen Ausblick:
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Hier nochmal in ein bisschen groesser..
Man hat dann schonmal ein bisschen Todesangst wenns eng wird auf der ungesicherten Strasse, nach einem Kilometer Fall waere man bestimmt tot, aber die Busfahrer sind ja geuebt und ich denke mir in solchen Momenten immer: "Die wollen ja auch ueberleben" hehe
Von Pasto gings dann direkt weiter zur kolumbianisch/ecuadorianischen Grenze wo es dann nochmal eine schoene Kirche zu bestaunen gab:
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Tjo, die Grenze schnell und ohne Probleme ueberquert, die 200 Kilo Koks hamse nicht gefunden.
Jetzt sind wir in Quito.. Zur Stadt kann ich bisher nur sagen, dass sie ueberfuellt ist mit Gringos wie uns, es wird gesoffen und es ist einfach anders als mein geliebtes Kolumbien, wo man noch relativ alleine ist. Dem Damian, dem moechtegern-Traveller (eigene Worte) gefaellts aber so gut wie den meisten anderen auch. Ich habs echt lieben gelernt, das travelln, wo nicht viele Traveller sind, wo es fast keine Touren gibt, wo man sich alles ein bisschen selbst organisieren muss, wo man darauf angewiesen ist, mit den Eingeboren zu sprechen und wo es immer unvorhergesehene Probleme gibt =)
Wir sind hier im ´neuen´ Stadtteil, es gibt ueberall Geschaefte und Bars etc. Da kann man direkt zur Zuelpicher Strasse gehen, die mir ja auch sehr gut gefaellt haha
Deswegen will ich nur 2-3 Tage hierbleiben, dann gehts mal woanders hin, lange bleib ich in Ecuador nicht, ich will nach Bolivien und Paraguay..

So das wars erstmal, jetzt mach ich aber wieder haeufiger Blogeintraege, jetzt erleb ich (wir) wieder was.. Also reinschaun lohnt sich hehe
hier sind noch die Links zu der Gallery, schaut euch die Bilder mal in gross an, ist echt geil:
San Agustin
Trip 2 Quito
Alle bilder gibts wie immer hier.
Macht euch nen schoen Tach. Jonas und Damian.

  • *UPDATE**

hier gibts noch ein paar nice videos wo man uns beim baden und aufm berg sehen kann hehe
Berg
Over the rainbow video
eiskalt duschen...

Posted by cosmocrat 3:48 PM Archived in Backpacking | Colombia Comments (0)

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