A Travellerspoint blog

Peru

Die alternative alternativ-Route zum Machu Picchu

Ueber Cuzco, Santa Maria, Santa Teresa, Hidroelectra und Aguas Caliente

sunny 20 °C
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Hallo Leude! =)
ich habe mich mal wieder lange nicht gemeldet, weil einiges "dazwischengekommen" ist!
Ich bin inzwischen in La Paz, in Bolivien. Es gibt ziemlich viele Sachen zu erzaehlen, einiges hab ich vermutlich schon vergessen :( Ich hab jetzt erstmal den Blogeintrag von Machu Picchu fertig gemacht, weitere folgen in den naechsten Tagen. Es tut mir leid wenn ich Mails nicht beantworte, aber ich hatte in letzter Zeit entweder kein Internet zur Verfuegung oder ich war zu muede um zu schreiben. Alle die es intressiert wissen jetzt wenigstens was ich mache, ohne dass ich alles in einzelnen Mails schreiben muss =)
Hier erstmal Machu Picchu (einige Sachen weggelassen):

Also: ich war noch ein paar Tage krank, doch wegen dem Wundermittel Antibiotika hab ich meinen Durchfall ueberstanden. "Hospedaje Inca" war das Hotel in dem wir fuer meine Krankzeit waren, und das kann ich nur empfehlen: Man kann ueber die Stadt sehen, es gibt Fruehstueck und die Rezeptionsmenschen sind sehr nett. Einzig der Preis is ziemlich hoch, 5 Euro pro Person!
Cusco hat irgendwas Magisches an sich, wir konnten die Stadt irgendwie nicht so einfach verlassen, wer da war kann das vielleicht nachvollziehen...
Wir haben uns einige Routen zum Machu Picchu angeschaut und aus notorischem Geldmangel die guenstigste und unbekannteste genommen. Cuzco - Santa Maria - Santa Teresa - Hidroelectra mit Bus/Pickup und dann ueber die Schienen 2-3 Stunden laufen.. Kann man locker in unter 24 Stunden machen.
Wir haben uns ein bisschen Proviant gekauft und sind mit 2 Peruanern, die in Schweden wohnen, los.
Nach einer wirklich beaengstigenden Strasse, die sich noch im Bau befindet, sind wir um 4 Uhr Morgens in Santa Maria angekommen, wo wir nach einer Stunde einen Minivan nach Santa Teresa anhalten konnten. Dort sind wir auf dem Dach mitgefahren.. Und das war noch schlimmer als die Fahrt davor: Man sieht vom Dach aus nur den Abgrund und ca. einen Kilometer tiefer einen Fluss..
Den ganzen Weg ueber sind waghalsige Kinder auf den Wagen gesprungen, sie mussten zur Schule und wollten ihren morgendlichen 2-3 Stunden Schulweg(!!!) ein bisschen abkuerzen.....
Naja nach ca einer Stunde oder so sind wir dann im Morgengrauen heil in Santa Teresa angekommen. Dort gibt ungefaehr eine Stunde Fussmarsch entfernt herrliche Thermalquellen, die man wirklich besuchen sollte. Man hat einen wunderbaren Blick und das Wasser ist genau richtig warm..
In Santa Teresa haben wir dann eine Art Taxi genommen, um nach Hidroelectra zu kommen. Dort fangen die Bahnschienen an, die ueber Aguas Caliente bis nach Cuzco fuehren.
Bis nach Aguascaliente sind wir dann ca. 3 Stunden einen relativ schoenen Weg auf den Schienen gelaufen:
schoene_la..t_fluss.jpg
wir_auf_de.._picchu.jpg
In Aguas Caliente sind wir von einem Hosteltypen empfangen worden, der 10 Soles pro Person pro nacht wollte. Also fuer die, die das auch so billig wie wir machen wollen, hier nochmal die Route:

-In Cuzco, Busterminal nach Quillabamba einen Bus nach Santa Maria nehmen, die fahren 8 Uhr abends ab: 15 Soles (4 Euro)
-In Santa Maria auf einen Collectivo nach Santa Teresa warten: 5-8 Soles (2 Euro)
-In Santa Teresa fruehstuecken (4 Soles, 1 Euro), zu den Termalquellen (5 Soles, 1,3 Euro) Mittagessen (4 Soles, 1 Euro) und dann ein Collectivo oder ein Taxi nach Hidroelectra nehmen. (3-5 Soles, 1 Euro)
-In Hidroelectra werden eure Namen aufgeschrieben, nehmt besser eine Kopie vom Ausweis oder den Ausweis selbst mit. Von dort gehts dann locker durch den Highlandjungle ca 2-3 Stunden immer den Bahnscheinen endlang, bis Aguas Caliente.

Die Bahnfahrt hin und zurueck kostet ca 70-80 Dollar, diese alternative Route (ca 15-20 Stunden) kostet mit Essen ca 20-30 Euro hin & zurueck. In Aguas Caliente kann man auch fuer 2.5 Euro uebernachten!
Nur ein bisschen Spanisch sollte man koennen, dann ist alles direkt billiger =)
Ach ja der Rueckweg is ein bisschen teurer, nicht viel.

Also, in Aguas Calientes angekommen haben wir erstmal Karten fuer Machu Picchu geholt (30 Euro!!!) und sind direkt schlafen gegangen, nach einem schrecklichen Essen fuer 1.5 Euro =)
Um 5 Uhr morgens gings dann hoch zum Machu Picchu, ein ca 1-1.5 Stunden Aufstieg. Oben gab es dann eine kleine Schlange, um halb 7 Uhr morgens! naja wir waren dann ca eine Stunde vor Sonnenaufgang da und zufaelligerweise hat genau an diesem Tag, 21. Juni (Wintersonnenwende) das neue Inca-Jahr angefangen.
Hier erstmal das typische Machu Picchu Ankunfts Photo:
typisches_..hu_foto.jpg
Durch ´Neujahr´ waren noch mehr Menschen da als sonst (mehr ´Locals´), die alle darauf gewartet haben, dass die Sonne aufgeht, damit die Sonne ein Jaguarauge beleuchtet und in eiinem bestimmten Winkel durch 3 Fenster faellt usw.
die_sonne_.._picchu.jpg
Kurz vor Sonnenaufgang gab es dann eine Energie/Sonnenzeremonie, eigentlich ganz belustigend.
Hier is dann noch das Auge des Jaguars, wunderschoen zu sehen!
das_neue_i..hr_auge.jpg
Wir sind dann einige Zeit in den Ruinen rumgegangen und wollte dann den Waynapicchu besteigen, das ist der Berg, den man immer im Hintergrund vom Machu Picchu sieht, sehr sehr steiler und anstrengender Aufstieg! Aber nach einer Stunde wurden wir dann mit einem dem besten Ausblicke ueberhaupt belohnt!

Es ist unglaublich, wie man ueberhaupt auf die Idee kommen kann, den Waynapicchu zu besteigen geschweige denn irgendetwas dort oben zu bauen! Wieviele Menschen muessen dabei gestorben sein..
Hier nochmal ein Ausblicksfoto von oben auf den Machu Picchu:
machu_picchu_von_oben.jpg
Ich muss gestehen, ich hatte ein bisschen Hoehenangst! Vor allem weil eben ueberhaupt nichts gesichert ist! Damian hatte das ueberhaupt nicht und ist flink und munter ueberall herumgeturnt..
Wir sind dann ein bisschen von dem Gipfel weg zu so Terassen. Ich hatte auf der letzten Terasse echt Angst, in den ca 500 Meter tiefen Abgrund zu fallen.
Und dann waere es fast passiert: Damian ist nach mir runtergekommen und eine Stufe hat sich geloest. Damian ist zum Glueck auf beiden Beinen aufgekommen, ca 20 cm vor dem Abgrund und konnte sich halten. Der 21. Juni 2007 ist fast Damians Todes Datum. Ich hatte auf jedenfall einen guten Schock.
Man muss halt echt vorsichtig da sein, da ist nix mit alles geschuetzt und Idiotensicher, man kann leicht abstuerzen wenn man sich ein bisschen ausserhalb des Touristenpfades befindet.
Das ist die Stufe die sich geloest hat:
damians_fast_tod.jpg
Wir haben usn dann erstmal ein bisschen ausgeruht und den Ausblick genossen und sind zurueck zum Machu Picchu und zurueck nach Aguas Caliente, hat sich auf jedenfall gelohnt, es ist viel Geld aber es ist wunderbar und mystisch und beeindruckend!
Schaut euch die Fotos an, dazu gibt es nicht viel zu sagen. (Ich lade sie auf die Gallery hoch, sobald ich kann)
Auf dem Rueckweg war dann das Busticket von Santa Maria nach Cuzco viel teurer, weil dort am 24. Juni eine Inca Party war. Wir wollten natuerlich diesen Preis nicht bezahlen (10 Euro) und haben auf einen LKW gewartet, der uns evtl mitnehmen kann, hinten drauf.
Uns war nicht klar was das fuer ein Weg werden wuerde.
Um 20:00 sind wir dann in einen LKW fuer 2.5 Euro pro Person gekommen, mit ganz vielen Eingeborenen, meistens aelteren Peruanerinnen.. Nach einer Stunde Dschungelfahrt sind wir dann zu einem Polizeicheckpoint gekommen, und anders als die meisten Busse werden LKWs natuerlich fast immer kontrolliert.
Wir wurden agnz in Ruhe gelassen, Gringos haben ja auch meistens nix dabei, oder?
Naja auf jedenfall wollten sie dann die immens grossen Taschen einer alten Frau durchsuchen, die sich aber mit den Faeusten zur Wehr gesetzt hat. Irgendwann hat ihr dann ein Militaerpolizist eine Tasche entrissen und darin waren weiss ich nicht wieviele Koka Blaetter, auf jedenfall eine ziemlich grosse Menge. Kokablaetter sind zwar in Peru legal (Koka Tee mit Zitrone schmeckt mir super!), aber ich denke eine solche Menge auf einmal nicht.. Die Polizisten haben die Tasche dann einfach mitgenommen, die Frau konnte ohne Probleme weiterfahren.
Naja dann ging es wieder diese steile, sich "in Konstruktion"-befindliche Strasse "peligroso" hoch, diesmal etwas langsamer und naeher am Geschehen, weil es gab keine Fenster.
Irgendwann wurde es dann scheisse scheisse kalt, und wir hatten nur Pullover dabei. Auf einem ca 4000 Meter Pass haben wir dann sogar noch eine Pause gemacht, es war zu kalt zum schlafen und wir waren zu muede fuer die Kaelte. Es war schrecklich. Dafuer haben wir aber 7.5 Euro gespart :P
Nach dieser Horror Fahrt sind wir dann irgendwann um 5 Uhr wieder in Cuzco angekommen, wo wir durchgefroren erstmal in eine Disco gegangen sind, um einen Wisky zu trinken, der aber nicht wirklich geholfen hat.
Also man kann sehr billig zum Machu Picchu kommen und zurueck. Es ist definitiv ziemlich viel anstrengender, aber wir haben so 80 Dollar ingesamt (mit essen und 2 naechten schlafen) ausgegeben, und normalerweise ist das alles wesentlich teurer (und gemuetlicher).
Ach ja, die Route ist in den naechsten tagen/wochen nicht passierbar, weil genau in der Nacht, als wir zurueckgefahren sind, ist die Strasse an einer Stelle entweder eingestuerzt oder es gab eine Steinlawine, wir hatten Glueck!!

Das ist jetzt nur Machu Picchu, und das war schon vor 2 Wochen. Hier in La Paz habe ich wieder Internet und kann Bilder hochladen (die sind wirklich sehenswert!) und von meiner Reise bis hierhin + den Lago Titikaka erzaehlen. Dafuer brauche ich aber ein bisschen Zeit, ein Blogeintrag nimmt immer ein paar Stunden in Anspruch, auch wenn das nicht so Aussieht ;)
Ach so ganz wichtig natuerlich: Ich komme doch ein wenig frueher zrueck, als ich eigentlich geplant habe: ich habe einen Flug von Santiago de Chile nach Madrid gebucht! am 31.7.07 lande ich in Madrid!
Von dort weiss ich noch nicht weiter, die Fluege kosten so 100 Euro und soviel will ich nicht ausgeben, weiss jemand einen billigen Weg um in die Naehe Koeln zu kommen? Das waer super =)
Ich schreib mehr sobald ich kann, habe eine ziemlich abenteuerliche Dschungel Tour hinter mir =)

Ich gruesse Deutschland, bald bin ich wieder da!

Euer Jonas

Posted by cosmocrat 09.07.2007 11:22 AM Archived in Backpacking | Peru Comments (0)

Von Lima nach Cuzco

Ueber Ica, Huacachina, Arequipa

sunny 32 °C

Huhu!
Peru ist ein schoenes Land! Es gibt hier echt alles: Meer, Wueste, Regenwald und Berge.. Also wir sind erstmal was in Lima geblieben. Lima hat mir ganz gut gefallen. Wir haben in einem Super-Luxus Hotel fuer 4 Dollar am Tag im Zentrum gewohnt, was gar nicht so gefaehrlich ist, wie alle Welt behauptet. In Lima gibt es so viele schoene Plaetze, und wenn man 2 Strassen weitergeht, kommt man direkt in eine abgefuckte Gegend, geht man 2 Strassen weiter, ist man wieder in einer schoenen.. Sehr gegensaetzlich auf jedenfall.
Wir haben dann eine katholische Kirche mit so Katakomben besucht.. Einen eigenartigen Geschmack hatten die Leute da: in den 40er Jahren haben sie dort die 25000 unter der Kirche begrabenen Menschen ausgegraben und ihre Knochen sortiert. Und um Besucher und Touristen zu beeindrucken haben sie dann die Knochen sortiert und in z.T. Mustern zusammengelegt! Da Fotos absolut und strengstens verboten waren, konnten wir leider nur dieses Foto in schlechter Qualitaet schiessen:
Knochen_sc..stapelt.jpg
Uns is dann auch aufgefallen, wie langweilig und schlecht die christliche Kunst im Vergleich zu den Maya bzw. Inca Relikten ist. Gelangweilte, unsympathische Gesichter von irgendwelchen Heiligen, von denen man nicht mal weiss, ob sie irgendetwas Gutes gemacht haben. Ich bin auf jedenfall kein Anhaenger dieser Religion, die in der Vergangenheit Millionen Menschen getoetet und versklavt hat. Naja, das ist ja nur die Geschichte, inzwischen wird die Kirche ja was moderner und hat z.B. 1992, meine ich, anerkannt, dass die Welt rund ist. Respekt!
Ein Thema, was mir vorher nie eingefallen waere ist "Die strategische Tischwahl in Restauranten im Beisein eines Maedchens"!
Folgendes geschah: Wir haben uns in Lima mit einer Freundin, die in in Ecuador kennengelernt haben, getroffen. Wir sind in ein Restaurant gegangen und auf einmal hat mich so ein Typ auf die Schulter geklopft und hat irgendwas wegen dem Kuehlschrank gesagt. Auf einmal meinte Stephie: "Meine Handtasche ist weg!" Ich bin sofort aufgestanden und hab hinter Stephie 2 ca 50 jaehrige gesehen, die in tadellosen Anzuegen und einer grossen Tasche im Begriff waren, das Restaurant zu verlassen. Ich bin denen dann nach, obwohl es mein Auge irgendwie nicht glauben wollte, dass diese "feinen" Maenner diese Tasche hatten. Die beiden sind dann in ein Taxi gerannt, und ich bin neben dem Taxi hergerannt wollte, dass es haelt. Hat es natuerlich nciht, ich bin dann bis zur naechsten Ampel nachgesprintet, hab das Taxi eingeholt, aber die feinen Herren waren schon verschwunden. Damian und ich haben dann noch ein bisschen in der Gegend rumgesucht, aber war nix zu machen, Tasche mit allen Fotos, Kamera, Handy, Kreditkarte und ein bisschen Geld weg. Scheisse.
Was lernt man daraus:
-Wenn man merkt, dass einem etwas geklaut wird, steht man sofort auf und macht den Dieben Panik, dann geben sie sich leichter zu erkennen.

-Wenn man Handtasche oder irgendwas Loses dabei hat, setzt man sich hinten in eine Bar/Restaurant/Cafe, und nicht an den Eingang, oder noch schlimmer: Nach draussen.

-Man kann dem Auge nicht traun!

-Stephie hatte die Handtasche um die Schultern, also das ist kein Schutz.

-Man hat beim Reisen mindestens 2 Kreditkarten dabei, wenn eine wegkommt.

-etc.

Naja nach diesem Erlebnis haben wir dann Lima in Richtung Huacachina verlassen, eine Oase in er Wueste von Peru. Wir waren noch nie in einer richtigen Wueste, die Landschaft ist atemberaubend!
102_0333.jpg
Hier ist noch ein Panoramafoto
Die Oase sieht so aus:
102_0321.jpg
und wir haben in einem echt schoenen Hostal gewohnt, der Blick von unserem Fenster war dieser ;)
oase_oase.jpg
Nachdem wir angekommen sind haben wir direkt nette Leute kennengelernt und mit denen sind wir dann nach nebenan in ein Restaurant gegangen. Wenn man dort etwas bestellt wird man gefragt ob man auch Gras umsonst haben will. Wir haben natuerlich verneint, keine Sorge bitte!
Sowas habe ich noch nicht erlebt.
Am naechsten Tag haben wir dann die beruehmte Sandbuggy/Sandboarding Tour gemacht. Also man geht mit ein paar Leuten mit einem Sandbuggy in die Wueste:

und zieht sich eine Art Snowboard an. Dann faehrt man Sandduenen runter. Bei mir als Amateur sieht das so aus:

(is ne kleine Duene und so, ich weiss)
Beim Damian als oldschool Skateboardprofi geht das bei grossen Duenen jedoch gaaanz easy!:

Respekt hierfuer!
Wie schnell dann ein Trip vorbei sein kann haben wir dann jedoch auch gemerkt. Mit uns war ein sehr netter, bisschen verrueckter Kanadier, hier rechts neben mir, der absolut adrenalinsuechtig war. Wir sind zu immer hoeheren Duenen gefahren und wenn man sich, anstatt zu stehen, auf das Board legt, wird man unglaublich schnell. Und bei einer unglaublich hohen Duene wird man sogar noch schneller. Wir waren also am fast Gipfel von einer ca 200 Meter Duene und es sah ziemlich steil aus.. Der Kanadier ist jedoch sofort aufgestiegen zum absoluten Gipel, der ein gutes Stueck hoeher war, hat sich aufs Board gelegt, "for Germany" gerufen und ist krass schnell runtergefahren, fast wie eine Rakete. Nur als Verrueckter kann man dann noch seine Arme in die Luft heben und lachen. Kurz vorm Schluss des Abhangs kams wie es kommen musste und er hat sich ueberschlagen.. Man konnte durch den aufgewirbelten Sand zwar nichts sehen, aber gehoert hat man die Ueberschlaege ganz gut.. Zuerst haben alle gelacht, aber als er sich nicht mehr geregt hat war klar, dass irgendwas passiert ist. Als ich unten angekommen bin war er bewusstlos und sein Kopf war komisch auf die Seite gedreht, ich dachte er ist tot. Aber war er nicht, er ist zu sich gekommen, hat geschriehen vor Schmerzen und wusste nicht, was passiert ist. Er konnte einen Arm nicht mehr bewegen.. Zum Glueck war ein Arzt in der Gruppe, der sich direkt um ihn gekuemmert hat, aber viel konnte er natuerlich nicht machen. Also haben wir ihn auf den Sandbuggy gehievt und nun kam fuer den Kanadier der naechste Albtraumpart: der Weg zum Krankenhaus ueber Sandduenen usw, es hat geruckelt und geschuettelt.. Bei jedem Ruettler konnte ich fast seine Schmerzen spùeren, er hat geschriehen..
Er ist dann direkt ins Krankenhaus gefahren, mit ihm ein Freund.
Ich habe vermutet, dass er sich mindestens das Schluesselbein gebrochen hat. Am naechsten Morgen ist dann sein Freund gekommen, der Kanadier hatte 4 Rippen und Schluesselbein gebrochen, Leber und Milz angerissen und hat mit Glueck ueberlebt, er wurde zu diesem Zeitpunkt operiert.
Es war der 2. Tag seines Trips und der letzte.
Was will man machen?
Wir waren dann noch einen Tag da und sind Sandduenen raufgeklettert und runtergerannt:

Alle Fotos von Huacachina gibt es hier: http://mexico.raubkopiernaziterrorist.org/gallery2/v/Huacachina/

Danach gings weiter nach Arequipa, wo wir das Colpa Cañon besichtigen wollten. Aber dort bin ich krank geworden: Kopfschmerzen, Fieber, Durchfall.. Das erste mal auf meinem Trip richtig krank.. Naja passiert..
Wir wollten dann aber trotzdem nach Cuzco (hier werden wir zum Machu Picchu gehen), deswegen hab ich eine echt beschissene, kalte Busfahrt voller Tabletten und "Scheissbeduerfnis" auf mich genommen. Ich hab ueberlebt ;)
Jetzt sind wir in Cuzco auf so 3500 Metern, ich bin immer noch krank (seit knapp ner Woche jetzt), aber die Stadt gefaellt mir irgendwie ziemlich gut, sehr schoen hier..
Auch der Markt ist wunderbar, vor allem die Fleischabteilung:
Fleischmarkt.jpg
Na, wer findet Gehirn, Eier, Schnauze? Hier kann man das Foto nochmal in gross bewundern haha
Ich bin auf dem Weg der Besserung und warte jetzt einfach, bis ich wieder gesund bin.
Also das war das weitere Reisekapitel bisher.
Gallery mit allen Fotos: http://mexico.raubkopiernaziterrorist.org/gallery2/

Ich hab noch 2 "Off Topic" Sachen quasi =)

Zur Tour de France meinte Damian: "Weil alle Doping nehmen, gewinnt ja doch der Bessere!"

Ein Buch was ich jedem sehr ans Herz legen will ist Shantaram, eine wahre Geschichte ueber jemandem mit einer unglaublichen Lebensgeschichte

An die Freunde von Damian und alle anderen: Wenn man sich oben rechts unter Navigation "subscribed", bekommt man immer eine Mail, wenn ein neuer Eintrag geschrieben ist, und man kann Kommentare schreiben.

Also ich wuensch euch und mir Gesundheit und Freude =)

Gruesse von Damian und Jonas aus Peru

Posted by cosmocrat 12.06.2007 7:04 PM Archived in Backpacking | Peru Comments (1)

Von Ecuador bis Peru, Lima

Ueber Guayaquil, Tumbes und Trujillo

overcast 28 °C

  • update: bisschen ueberarbeitet*

Buenas!
in Quito haben wir ein wunderbares Museum besucht! und zwar das Aequator Museum.. es gibt dort 2 Museen, ein ist etwas mehr offiziell, dafuer aber 100% Beschiss, weil die Aequatorlinie dort falsch vermessen wurde, von den bloeden Europaern. Die Indianer dort wussten schon lange vorher wo die wirkliche, magnetische Aequatorlinie ist. Dort haben wir dann super "Experimente" gemacht, die bewiesen haben, dass wir am wirklicen Aequator sind. Nicht zu vergessen die echten, schoenen Schrumpfkoepfe! (zu sehen hier).
Wir hatten dann aber nicht so viel Lust auf zu lange Ecuador und sind deswegen schnell nach Peru. Wir waren zwar auch fast nur in so Touri-Staedten, aber was soll man auch gross anderes machen in Ecuador? =)
Naja war auf jedenfall ganz nett, wir waren in so 2 Surfer Towns, Canoa is etwas ruhiger, da gehen eher die reisenden Maedchen hin um sich von den einheimischen Surferplayboys klarmachen zu lassen =) aber die Jungs sind ok!
Es gab da immer ein Lagerfeuer am Strand und die ´Locals´ haben getrunken und gesungen, sonst war eigentlich nicht viel los.
Wir haben dann in einem Restaurant einen Fischer kennengelernt und der hat uns eingeladen, mal mit ihm fischen zu gehen. Gesagt-getan, ausser Damian, man kennt ihn ja morgens =)
Also wir haben uns fischen vorgestellt mit Angelroute und so, aber man soll sich hier ja nichts vorstellen =)
Wir sind dann zu einem Fischkutter mit Schleppnetzen geschippert und kletterten waghalsig in den verrosteten Kutter, wo uns eine bierbaeuchige und nette Crew empfing:
die_crew.jpg
Nach 30 Minuten wurden dann die beiden Schleppnetze eingezogen und alles an Bord gekippt. Mit dabei waren: ein kleiner Hammerhai, Flundern, Krebse, unendlich viele (meist sehr, zu kleine Fische) und Tiere, die ich nicht kenne.
Und dann geht das schippern und aussortieren los, schauts euch an:

Diese ganzen Fische, die zu klein sind werden mit so Schaufelaehnlichen Sachen tot ins Meer gekippt, fuer Tierfreunde is das echt nichts..
Naja wir ham dann 2 Faenge miterlebt (alle 2 Stunden ziehen die die Netze wieder ein) und ham dann erstmal lecker Fisch an Land gegessen..
Das ganze Massaker kann man sich hier anschaun..
Dann gings weiter nach Montañita, eine Stadt eigens fuer Touristen!
Dort sind die Wellen dann was besser zum surfen, wir ham auch gesurft und nachdem ich meine 2. Welle direkt gestanden hab (also ich stand so 5 Sekunden auf dem Brett) hab ich mir den Arm verknackst und meine Surferkarriere war beendet. Damian fands auch nich so dolle, also hamwas sein gelassen und stattdessen ein bisschen am Strand rumgehangen, Leute kennengelernt und in einem Dormitorio (Schlafsaal) auf dem Dachboden mit so 25 anderen geschlafen. Das war eigentlich ganz nett =)
102_0243.jpg
Wir haben uns dann entschieden, dass wir nach Peru gehen weil es dort viele Sachen zu machen gibt und uns Ecuador zu touristisch war..
Wir haben in Guayaquil in einem der haesslichsten Hotels der Welt eine beschissene Nacht verbracht, Mosquitos, Klo stinkend und ohne Tuer usw, verdraengt =)
Dann gings ueber die etwas chaotische Grenze, der Bus hat uns rausgeschmissen und hat unser Gepaeck mitgenommen, hat aber dann spaeter auf uns gewartet, ist da wohl so die Praxis. Wir haben ein bisschen Dollar in Soles gewechselt, dabei wurden wir geschickt um 5 Dollar betrogen (der Busfahrer meinte, dass das die offizielle Wechselstube waer und so, sonst haette ich niemals Geld an der Grenze getauscht)
Naja egal, dafuer sind wir sonst heil angekommen =)
Von Tumbes gings dann im Nachtbus weiter nach Trujillo, wo wir uns eine alte, pre Inca Stadt angeschaut haben (Moche hiess die Kultur). Es gibt da so eine uralte, absolut verfallene Stadt in der Wueste, die grade so ein bisschen ausgegraben wird, aber es fehlt natuerlich das Geld. Also viel sieht man in Chan Chan nicht:
102_0260.jpg
Dafuer waren wir danach noch an dem Tempel des Mondes, eine Kultur, die noch vorher stattgefunden hat (so um 0 meine ich, Angaben wiedersprechen sich), und von dieser Kultur ist noch so einiges da: Bunte Bilder auf denen z.B. Zeremonien beschrieben sind. Und ich muss sagen: die Shamanen waren, was Gewalt und Drogen angeht, ganz gut dabei! Es gab z.b. eine Zeremonie, wo den Gefangenen der Kopf abgeschlagen wurde und dann haben die Shamanen ein Glas Blut von ihm getrunken (das Blut wurde vorher irgendwie gereinigt, ich hab die Fuehrerin nicht so gut verstanden) und mit dem Rest des Blutes wurde dann die Erde getraenkt. Und es gab alle moeglichen Drogenrituale, z.B. mit dem San San Pedro Kaktus, ein meskalinhaltiger Kaktus, der dort ganz gut waechst. Ein Typ meinte dann, er haette diesen Kaktus schonmal genommen und haette dabei Schlagen gesehen, bzw. sich so wie eine Schlange gefuehlt. Und man kann auch in fast allen Bildern eine Schlange sehen. (Schaut euch das an, wenns euch intressiert.)
Gemixt wurde dieser Drogentrip natuerlich auch mit dem ueberall angewandten Koks. Also die Jungs waren, was Drogen angeht, absolut in der heutigen Zeit!
Also am Abend gings dann direkt weiter (3. Tag ohne duschen =) nach Lima, weil wir wollen jetzt mal ein bisschen schneller reisen.
Heute morgen sind wir angekommen, und jetzt sitz ich im Internetcafe und schreib das. Mehr gibts eigentlich nicht =)
Die weitere Route wird sein: Erstmal weiter nach Suedperu, dann wieder ein bisschen weiter noerdlich nach Cuzco und zum Machu Picchu, dann Titikakasee und Bolivien.
So ist es geplant, mal sehen wie es kommt..
Alle Fotos gibts wie immer hier..
Ich gruesse alle die das hier lesen, der Damian natuerlich auch! (er hat grade beim pokern gewonnen, ach ne verloren)

Chao amigos!

Posted by cosmocrat 10:55 AM Archived in Backpacking | Peru Comments (1)

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